Ukraine-Gespräche in Genf: Moskau ohne echten Willen?

Melnyk zweifelt an Friedensbereitschaft Russlands

Foto: Kreml (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Trotz laufender Verhandlungen in Genf äußert sich Andrij Melnyk, der Ständige Vertreter der Ukraine bei den Vereinten Nationen, mit großer Skepsis zur russischen Friedensbereitschaft. Er sehe derzeit keinen ernsthaften Willen des Kremls, ein tragfähiges Abkommen auszuhandeln, und befürchtet eine endlos scheinende Hängepartie.

Hoffnung auf Durchbruch schwindet

Die Gespräche in Genf, die am Mittwoch fortgesetzt werden, gestalten sich schwierig. Soziale Medien und die Presse berichten von bisher ausbleibenden greifbaren Ergebnissen, ähnlich wie bei früheren Verhandlungsrunden in Abu Dhabi. Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Frage möglicher Gebietsabtretungen.

Melnyk, der einst Botschafter der Ukraine in Deutschland war, bezeichnete die russische Position als Taktik im geopolitischen Spiel. Kleine Fortschritte wie Gefangenenaustausche seien zwar ein Lichtblick für die Familien der Betroffenen, ein politischer Durchbruch mit einem dauerhaft tragfähigen Ergebnis sei jedoch nicht in Sicht. Er kritisierte, dass Verhandlungen ohne Waffenruhe sich endlos hinziehen könnten, während der Krieg weitergeht.