Auf die Menschen zugehen
„Reformen dürfen nicht spalten. Wir müssen auf eine Art und Weise über Reformen reden, die niemanden zurücklässt oder gar verstört“, sagte der Thüringer Ministerpräsident Mario Voigt dem „Tagesspiegel“. Der Ton sei entscheidend, mahnte er im Vorfeld des CDU-Bundesparteitags. Er müsse „fordernd, aber nicht von oben herab“ sein.
Merz‘ ernste Worte verteidigt
Voigt stellte sich hinter CDU-Chef Friedrich Merz, der unbequeme ökonomische Wahrheiten angesprochen hatte. „Deutschland hat kein Anrecht auf Erfolg, wir müssen ihn uns erarbeiten“, so der Erfurter Regierungschef. Diese Aussage sei die Aufgabe eines Kanzlers.
Blick auf Landtagswahlen
Der CDU-Politiker setzt bei den zahlreichen Landtagswahlen in diesem Jahr auf einen sogenannten „christdemokratischen Dominoeffekt“. Dies könne seiner Partei die Chance eröffnen, seit 2005 erstmals wieder den Kanzler und gleichzeitig zehn Ministerpräsidenten zu stellen. „Das wäre ein gewaltiges politisches Kapital, unser Land aus der Reformblockade zu führen.“
Wohnungsbau als Herzstück
Auf dem Parteitag will die CDU laut Voigt „mit vielen konkreten Ideen unsere Reformagenda weiter ausbuchstabieren, um das Land wirtschaftlich nach vorn zu bringen“. Ein zentraler Punkt sei dabei eine Wohnbauoffensive. „Wir werden vor allem das Bauen radikal vereinfachen. Das hilft doppelt – der Bauwirtschaft, vor allem aber den Menschen auf Wohnungssuche. Wer Wohnungen schafft, schafft Zusammenhalt.“

