Fast eine Milliarde Euro für Küstenschutz
Die Bundesregierung hat fast eine Milliarde Euro für den Hochwasser- und Küstenschutz der Länder eingeplant. Bis zum Jahr 2040 sollen insgesamt 885 Millionen Euro an Bundesmitteln fließen. Diese Summe erhöht sich durch Landesmittel auf 925 Millionen Euro.
Die Grünen-Fraktion hält diese Mittel jedoch für unzureichend. Linda Heitmann, Sprecherin für nationalen Meeres- und Küstenschutz, kritisierte gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, dass allein für Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein bis 2035 mindestens 1,4 Milliarden Euro notwendig seien.
Darüber hinaus bemängelt Heitmann die mangelnden präzisen Daten der Bundesregierung zu Schäden durch Sturmfluten, Starkregen und Überschwemmungen. Die Antworten des Umweltministeriums seien „schwammig und lückenhaft“. Es fehle eine Einschätzung zum Investitionsbedarf, insbesondere für naturbasierte Lösungen.
Die Bundesregierung plant indes, den Bau von Hochwasserschutzeinrichtungen zu beschleunigen. Dazu gehören die Vereinfachung von Genehmigungs- und Planfeststellungsverfahren sowie die Beschleunigung von Rechtsbehelfsverfahren mit klaren Fristen.
Experten warnen, dass durch den Klimawandel Überschwemmungen und Sturmfluten zunehmen werden. Die Nordseeküste zählt zu den Gebieten, die besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind.


