Hoffnung auf Wiedereinführung

Krankenhäuser wollen 13.400 Zivi-Stellen

Krankenhäuser wollen 13.400 Zivi-Stellen
Foto: Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die deutsche Krankenhauslandschaft blickt mit großer Hoffnung auf eine mögliche Rückkehr des Zivildienstes. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Kliniken sind bereit, hunderte von Zivildienstleistenden wieder einzustellen. Sie sehen darin vor allem eine Entlastung in der Pflege und für unterstützende Dienste.

Bereitschaft zur Beschäftigung

Die Krankenhäuser in Deutschland hoffen auf die Wiedereinführung des Zivildienstes. Neun von zehn Kliniken, die früher Zivis beschäftigten, wären bereit, diese wieder einzustellen. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Krankenhaus Instituts (DKI).

Hochgerechnet könnten bundesweit rund 13.400 Zivildienststellen geschaffen werden. Diese wären vor allem für die Unterstützung der Pflege, aber auch für Begleit-, Hol- und Bringdienste vorgesehen. Auch technische und hauswirtschaftliche Bereiche könnten von den Zivis profitieren.

Potenzial für Nachwuchs

Henriette Neumeyer, Vizechefin der Deutschen Krankenhaus-Gesellschaft, betont den Mehrwert: „Der Zivildienst bietet die Chance, jungen Menschen frühzeitig und praxisnah Einblicke in die vielfältigen Tätigkeiten im Krankenhaus zu ermöglichen.“ Frühere Zivildienstleistende seien oft später in der Pflege oder im medizinischen Bereich tätig geworden.

Finanzielle Hürden

Ein Knackpunkt bleibt die Finanzierung. Während die Krankenhäuser eine Finanzierung analog zum Bundesfreiwilligendienst befürworten, lehnen sie eine Eigenbeteiligung an den Kosten ab. Insbesondere eine geplante Vergütung von rund 2.600 Euro für freiwillig Wehrdienstleistende mit einem 30-Prozent-Eigenanteil sei für die Kliniken wirtschaftlich nicht tragbar.