Teuerung bei Lebensmitteln spürbar

Inflation zieht im neuen Jahr an: 2,1 Prozent im Januar

Inflation zieht im neuen Jahr an: 2,1 Prozent im Januar
Foto: Verbraucher durchforsten die Angebote in einem Supermarkt. (Archivbild)

Die Preise für Verbraucher in Deutschland sind Anfang 2026 stärker gestiegen als noch vor wenigen Monaten. Laut Statistischem Bundesamt lag die Inflationsrate im Januar bei 2,1 Prozent. Gestiegene Kosten für Nahrungsmittel und Dienstleistungen treiben die Teuerungsrate nach oben, während Energieprodukte weiterhin günstiger werden.

Teuerung verstärkt sich

Zum Jahresstart 2026 hat sich die Inflation spürbar beschleunigt. Das Statistische Bundesamt (Destatis) bestätigte am Freitag die Inflationsrate für den Januar mit 2,1 Prozent. Das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als im Vormonat Dezember 2025, als die Teuerungsrate bei 1,8 Prozent lag.

„Die Teuerung der Verbraucherpreise insgesamt hat sich zum Jahresanfang verstärkt“, sagte Destatis-Präsidentin Ruth Brand. „Vor allem verteuerten sich Nahrungsmittel im Januar stärker als in den vorangegangenen Monaten.“ Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren Lebensmittel im Januar 2,1 Prozent teurer, während sie von September bis Dezember 2025 noch unterhalb der Gesamtteuerung lagen.

Der Preisanstieg bei Dienstleistungen trug ebenfalls zur höheren Inflation bei. Mit 3,2 Prozent lagen die Dienstleistungen insgesamt deutlich über dem generellen Inflationsniveau. Insbesondere die Preise für soziale Einrichtungen und die kombinierte Personenbeförderung, hier unter anderem wegen der Erhöhung des Deutschlandtickets, stiegen deutlich an.

Energiepreise weiter im Sinkflug

Die Energiepreise hingegen setzten ihren Abwärtstrend fort. Im Januar 2026 sanken sie um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dies ist eine weitere Senkung gegenüber Dezember 2025 (-1,3 Prozent). Vor allem Strom war deutlich günstiger (-3,2 Prozent), aber auch Gas (-2,5 Prozent) und Fernwärme (-0,8 Prozent) verzeichneten Preisrückgänge. Hier spielten die gesenkten Übertragungsnetzentgelte und die Abschaffung der Gasspeicherumlage eine Rolle.

Weniger gute Nachrichten gab es bei den Kraftstoffpreisen, die sich im Januar 2026 leicht um 0,5 Prozent erhöhten. Heizöl war jedoch weiterhin deutlich günstiger (-10,2 Prozent).

Nahrungsmittel: Preisanstieg bei Zucker und Fleisch

Bei den Nahrungsmitteln waren die Preisanstiege im Januar bemerkenswert. Neben einem generellen Plus von 2,1 Prozent setzten sich spezielle Produktgruppen weiter ab: Zucker, Marmelade, Honig und Süßwaren verteuerten sich um 10,9 Prozent, darunter Schokolade (+21,0 Prozent). Auch Obst (+6,1 Prozent) und Fleischwaren (+4,9 Prozent) waren spürbar teurer.

Einige Produkte wurden günstiger: Speisefette und Speiseöle sanken um 20,1 Prozent, darunter Butter (-33,0 Prozent) und Olivenöl (-13,5 Prozent). Auch Molkereiprodukte und Kartoffeln verbilligten sich. Eier hingegen verteuerten sich deutlich (+12,5 Prozent).

Die Kerninflation, also die Inflationsrate ohne Energie und Nahrungsmittel, lag im Januar bei 2,5 Prozent und signalisiert weiter anhaltenden Preisdruck in anderen wichtigen Bereichen.