Kritik wegen niedriger Gasfüllstände

Grüne attackieren Wirtschaftsministerin Reiche scharf

Grüne attackieren Wirtschaftsministerin Reiche scharf
Foto: Gasspeicher (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Grünen werfen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) Untätigkeit im Angesicht der angespannten Gasversorgung vor. Angesichts der drohenden Kälte verschärfe sich die Lage. Speicher könnten bald leer sein und auf ausländische Hilfe angewiesen sein.

„Weggellächelt“ und überfrachtet

Die Warnungen der Grünen, die Situation bei den Gasfüllständen betreffend, seien seit August von Wirtschaftsministerin Reiche ignoriert worden, so Michel Kellner, energiepolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion. Er kritisiert, dass die ministerielle Reaktion auf die besorgniserregende Lage zögerlich sei.

Besonders die Wetterlage macht den Grünen Sorgen: In der Ostsee könnten Vereisungen das Entladen erschweren. In Bayern seien die Speicher bereits so niedrig, dass Gas aus Österreich bezogen werden müsse. Kellner mahnt, dass die Versorgungssicherheit nicht vom Wohlwollen der Nachbarländer abhänge.

Für die kommende Heizsaison fordert Kellner konkrete Maßnahmen von Ministerin Reiche. Ein „normaler Winter“ dürfe nicht der Anlass für derartige Risiken sein. Die Debatte um die Gasversorgung wird am heutigen Dienstagabend in einer nichtöffentlichen Videokonferenz des Bundestags-Wirtschaftsausschusses vertieft. Auf Wunsch von Ministerin Reiche nimmt auch der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, an dem Gespräch teil.