CDU-Außenpolitiker sieht Gefahr durch russische Angriffe

Hardt warnt: Neue Flüchtlingswelle aus Ukraine möglich

Hardt warnt: Neue Flüchtlingswelle aus Ukraine möglich
Foto: Jürgen Hardt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Angesichts der andauernden russischen Attacken auf die Energieinfrastruktur der Ukraine warnt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, vor einer erneuten Flüchtlingswelle. Besonders in kälteren Phasen könnten Menschen gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen. Dennoch gibt es auch Grund zur Hoffnung.

Bomben auf die Wärme

Die gezielten russischen Angriffe auf Strom- und Wärmeversorgung der Ukraine lassen den CDU-Außenexperten Jürgen Hardt besorgt aufhorchen. „Da gibt es schon die Befürchtung, dass sich in diesen Tagen und Wochen besonderer Kälte in der Ukraine Menschen veranlasst sehen, ihr Zuhause zu verlassen und zu fliehen“, sagte Hardt den Sendern RTL und ntv. Besonders die grenznahen Regionen könnten dann betroffen sein.

Hoffnung auf Wende

Dennoch ist Hardt optimistisch, dass sich eine solche humanitäre Katastrophe vermeiden lässt. „Ich glaube, das lässt sich verhindern, wenn Russland jetzt doch Niederlagen erleidet an der Front“, so der CDU-Politiker. Auch die sichtbar werdende Überlegenheit der ukrainischen Drohnentechnik könnte eine entscheidende Rolle spielen. Ziel sei es, dass der Winter für die Menschen in der Ukraine „zumindest das Allerschlimmste“ überstanden ist.

Erfolge an der Front

Die jüngsten militärischen Erfolge der ukrainischen Armee bestärken diese Hoffnung. Über 200 Quadratkilometer eigenes Staatsgebiet konnten in der vergangenen Woche von russischen Truppen zurückerobert werden. Ein möglicher Grund für diese Fortschritte: Die russischen Streitkräfte hatten offenbar Schwierigkeiten, auf das Satellitensystem Starlink zuzugreifen. Dies könnte die für Hardt relevante Drohnen-Überlegenheit der Ukrainer erklären.