Kriminalitäts-Hotspots unter Strom
Bahnhöfe waren auch 2023 wieder Brennpunkte der Gewaltkriminalität. Die Bundespolizei registrierte eine besorgniserregende Entwicklung, wie aus Zahlen hervorgeht, über die die „Bild am Sonntag“ berichtet. Die Liste der problematischsten Orte wird vom Hauptbahnhof Leipzig mit 859 registrierten Gewaltdelikten angeführt. Direkt dahinter folgen Dortmund (735) und Berlin (654). Auch Köln, Hannover und Hamburg weisen hohe Zahlen auf.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Hemmschwelle gegenüber Einsatzkräften scheint zu sinken. Bundesweit wurden 5.660 Gewaltdelikte gegen Polizeivollzugsbeamte der Bundespolizei im Bahnbereich verzeichnet, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Besonders alarmierend: Über 980 Messerattacken und rund 2.200 Sexualdelikte wurden aktenkundig.
Die Herkunft der Tatverdächtigen zeichnet ein differenziertes Bild. Laut Bundespolizei wurden Nicht-Deutsche bei Gewaltdelikten fünfmal, bei Messerangriffen sechsmal und bei Sexualstraftaten sogar achtmal häufiger auffällig als deutsche Staatsbürger, gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil.
Forderungen nach einer Verlegung von Einsatzkräften von den Grenzen zu den Bahnhöfen erteilte die Bundespolizei eine klare Absage. Ein Sprecher betonte gegenüber der „Bild am Sonntag“, dass kein Personal von den Grenzen abgezogen werde, da dies die illegale Zuwanderung fördern und die Gesamtlage weiter verschärfen würde.




