Armutsrisiko steigt
Deutschland erlebt einen besorgniserregenden Anstieg der Armutsgefährdung. Die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes, basierend auf europaweiten Erhebungen, zeigen eine deutliche Zunahme. Im vergangenen Jahr waren 1,26 Millionen Alleinerziehende betroffen, fast jeder Dritte rutschte unter die Armutsgrenze. Dies entspricht einem Anstieg von 25,2 Prozent im Jahr 2002 auf nun 28,7 Prozent.
Millionen kämpfen ums Existenzminimum
Die Situation bei alleinlebenden Menschen ist nicht minder alarmierend. Hier sind mittlerweile 5,2 Millionen Menschen von Armut bedroht, ihr Anteil hat sich in den letzten drei Jahren kontinuierlich erhöht und liegt nun bei knapp einem Drittel (30,9 Prozent), verglichen mit 25,7 Prozent.
Kritik an Politik
Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht übt scharfe Kritik an der aktuellen Wirtschafts- und Familienpolitik. Sie bezeichnet die steigende Armut bei Alleinerziehenden und Familien als „massives Versagen“. Auch die gesamtdeutsche Armutsgefährdungsquote steigt spürbar: von 14,8 Prozent im Jahr 2022 auf 16,1 Prozent im laufenden Jahr. Wagenknecht bezeichnet dies als ein „Armutszeugnis für die Regierung“ und sieht Deutschland auf dem Weg zur „Abstiegsgesellschaft“.
Die Debatten um Themen wie Teilzeit, Zahnarztbesuche und den Sozialstaat werden von ihr als „Zynismus pur“ bezeichnet. Ausdrücklich nennt sie Friedrich Merz, dem sie attestiert, auf dem besten Weg zu sein, als „Armenkanzler“ in die Geschichte einzugehen.




