Gift-Nachweis bestätigt

Außenminister spricht von „staatlich begangenem Mord“ an Nawalny

Außenminister spricht von „staatlich begangenem Mord“ an Nawalny
Foto: Johann Wadephul im Februar 2024, via dts Nachrichtenagentur

Zwei Jahre nach dem Tod von Alexej Nawalny liegt ein Gift-Nachweis vor. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) spricht unumwunden von einem "staatlich begangenen Mord" und verurteilt das Vorgehen Russlands scharf. Der Fall soll an die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) übergeben werden. Wadephul betont die Notwendigkeit, die Öffentlichkeit über die Natur des russischen Regimes zu informieren.

Harte Worte nach Gift-Beweis

Nach einem vorgelegten Gift-Nachweis an der Leiche des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny hat Deutschland den Vorfall als „staatlich begangenen Mord“ bezeichnet. „Russland zeigt damit seine schreckliche Fratze erneut“, sagte der deutsche Außenminister Johann Wadephul (CDU) am Samstag.

Er verwies auf erneute Völkerrechtsverletzungen und die Bombardierung der Zivilbevölkerung in der Ukraine. „Aber jetzt eben auch in der offensichtlichen Tötung von Nawalny, dass man alle Mittel bereit ist in die Hand zu nehmen und Moral nicht kennt und Recht nicht kennt.“ Der Zeitpunkt der öffentlichen Bekanntgabe, knapp zwei Jahre nach Nawalnys Tod, sei wichtig gewesen.

Wadephul kündigte an, dass das Verfahren an die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) übergeben werde. „Wir gehen davon aus, dass dort auch entsprechende Maßnahmen getroffen werden können“, so der Minister.