Anleger warten ab

DAX startet verhalten – US-Inflationsdaten im Fokus

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Der deutsche Leitindex Dax bewegt sich am Freitagmorgen zur Eröffnung kaum vom Fleck. Anleger halten sich vor den anstehenden US-Verbraucherpreisdaten zurück, die Aufschluss über die weitere Zinspolitik der US-Notenbank geben könnten. Schwache Konjunkturdaten aus den USA und Sorgen um den Technologiesektor drücken auf die Stimmung.

Börse im Bann der US-Inflation

Der Dax hat am Freitagmorgen einen zurückhaltenden Handelsauftakt hingelegt. Gegen 9:30 Uhr notierte der Leitindex bei rund 24.828 Punkten und lag damit 0,1 Prozent unter dem Wert des Vortagsschlusses. An der Spitze der Kursliste befanden sich am Vormittag die Aktien von MTU und Scout 24, während die Papiere von Siemens am Ende des Feldes rangierten.

Marktanalyst warnt vor Inflationstendenzen

„Fundamental steht der Dax heute unter dem Einfluss der am Nachmittag anstehenden US-Verbraucherpreisdaten“, erklärte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Er fügte hinzu: „Neben den Befürchtungen einer sich abkühlenden US-Konjunktur werden die Anleger sehr genau auf die Preisdaten achten. Zuletzt hat sich in den USA eine Festigung der Inflationstendenzen oberhalb der gesteckten Zielzone von zwei Prozent herauskristallisiert. Das engt den Aktionsspielraum für die US-Notenbank im Hinblick auf Zinssenkungen ein und könnte so einen weiteren Konsumrückgang auslösen.“

Wirtschaft kühlt sich ab

Lipkow verwies auf die am Vortag veröffentlichten schwachen US-Arbeitsmarktdaten und Zahlen zu den Verkäufen bestehender Häuser, die eine erkennbare Abkühlung der US-Wirtschaft anzeigen würden. „Die Zahlen vom Immobilienmarkt erreichten sogar ein Mehrjahrestief. Zusätzlich drücken Befürchtungen über die disruptiven Einflüsse von Künstlicher Intelligenz im Softwaresektor und zuletzt auch im Finanzbereich auf etliche Aktienkurse von Finanz- und Bankaktien.“ Der Verkaufsdruck von der Wall Street habe sich in Asien nur teilweise fortgesetzt, wo die Aktienmärkte in China und Japan ebenfalls mit Kursverlusten schlossen.

Euro schwächer, Ölpreis leicht gefallen

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Freitagmorgen etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1859 US-Dollar. Der Ölpreis sank ebenfalls leicht: Ein Fass der Nordseesorte Brent verbilligte sich um fünf Cent auf 67,47 US-Dollar.