UN-Präsidentin fordert mehr Frauenrechte

Baerbock kritisiert Umgang mit Epstein-Akten

Baerbock kritisiert Umgang mit Epstein-Akten
Foto: Vereinte Nationen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, hat den Skandal um die Epstein-Akten scharf kritisiert. Sie fordert eine schonungslose Aufklärung und mehr Schutz für die Opfer. Gleichzeitig mahnt sie bei jenen zur Selbstreflexion, die dem Einsatz für Frauenrechte bisher wenig Bedeutung beimessen.

Ernste Worte aus New York

Es sind Worte, die schwer wiegen: Die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, hat mit deutlichen Worten auf die Enthüllungen im Zusammenhang mit den Jeffrey Epstein-Akten reagiert. „Widerwärtig, erschreckend. Einfach alles daran“, beschrieb Baerbock die ihr bekannt gewordenen Vorkommnisse. Sie sprach von Mädchen, die schwer missbraucht und trotz ihrer Aussagen über Jahre im Stich gelassen wurden.

Machteliten und Erpressungsprofiteure

Baerbock warnte vor einer „Machtelite“, die sich offenbar gegenseitig im Kontext von „kriminellem Kindesmissbrauch“ schütze. Dies habe weitreichende Folgen, so die Grünen-Politikerin. „Das beeinflusst auch die globale Sicherheit, weil dahinter natürlich auch unglaubliche Erpressungspotenziale stecken.“ Diese Zustände müssten dringend geahndet werden, so Baerbocks klare Botschaft.

Mehr Frauen in Führungspositionen als Schutzfaktor

Die UN-Vertreterin sieht in dem Skandal auch eine Bestätigung für ihre Forderung nach gestärkter gesellschaftlicher Gleichstellung. „Je mehr Frauen in Führungspositionen sind, desto weniger anfällig ist man für Korruption, Amts-, Macht- und erst recht sexuellen Missbrauch“, erklärte sie gegenüber „T-Online“. Sie appellierte an alle, die Frauenrechte bisher als nachrangig abgetan hätten, dies nun dringend zu überdenken.