Huber befürchtet Weitergabe sensibler Daten

CSU warnt vor AfD auf Sicherheitskonferenz

CSU warnt vor AfD auf Sicherheitskonferenz
Foto: Münchner Sicherheitskonferenz am 13.02.2026, via dts Nachrichtenagentur

CSU-Generalsekretär Martin Huber äußert scharfe Bedenken hinsichtlich der Teilnahme von AfD-Abgeordneten an der Münchner Sicherheitskonferenz. Er fürchtet, dass sensible Informationen, beispielsweise zur kritischen Infrastruktur, ungewollt oder bewusst an Dritte weitergegeben werden könnten. Die Bedenken beziehen sich auf die inhaltliche Tiefe früherer parlamentarischer Anfragen der AfD.

CSU-Chef: „Ich traue der AfD das zu“

Angesichts der Münchner Sicherheitskonferenz erhebt die CSU eine deutliche Warnung vor der Teilnahme der AfD. CSU-Generalsekretär Martin Huber äußerte am Freitag in der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv die Befürchtung, dass AfD-Abgeordnete während der Veranstaltung sensible Informationen weitergeben könnten. Insbesondere die Weitergabe an US-Republikaner könne nicht ausgeschlossen werden. „Ich traue der AfD das zu“, erklärte Huber.

Sensible Anfragen als Beleg

Als Beleg für seine Sorge nannte der CSU-Politiker die zahlreichen parlamentarischen Anfragen der AfD, die bereits in der Vergangenheit sensible Inhalte, etwa zur kritischen Infrastruktur, berührt hätten. Die Detailtiefe solcher Anfragen werfe stets die Frage auf, wem diese Informationen nützten und wer tatsächlich ein Interesse daran habe. „Und vor dem Hintergrund ist die Gefahr, dass sensible Inhalte weitergegeben werden durch die AfD, stets gegeben“, so Huber.

Keine prominenten Vertreter eingeladen?

Dennoch betonte der CSU-Generalsekretär, dass die Entscheidung über die Einladungen bei den Veranstaltern liege. Seinem Eindruck nach seien aktuell keine herausragenden Vertreter der AfD eingeladen. Er verwies darauf, dass erstmals seit zwei Jahren drei AfD-Bundestagsabgeordnete offiziell teilnehmen. Der außenpolitische Sprecher Thomas Frohnmaier sei beispielsweise nicht eingeladen, versuche aber dennoch, Termine in München zu erhalten. Dies deute für Huber darauf hin, dass die AfD „Möchtegerns“ seien und wenig Relevanz besäßen.