Dax: Wenig Bewegung am Feiertag

DAX startet stabil am Tag der Deutschen Einheit

Foto: Bulle und Bär auf dem Börsenplatz in Frankfurt am Main, via dts Nachrichtenagentur

Der Deutsche Aktienindex (DAX) zeigte am Tag der Deutschen Einheit leichte Veränderungen. Trotz eines US-Shutdowns und anhaltender Höchststände an den US-Börsen blieb der DAX weitgehend stabil. Experten blicken auf historische Bewertungen und die Auswirkungen ausgefallener Wirtschaftsdaten.

Der Deutsche Aktienindex (DAX) hat den Handelstag am Tag der Deutschen Einheit nahezu unverändert begonnen. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.460 Punkten notiert, was einem leichten Anstieg von 0,2 Prozent gegenüber dem Schlusskurs des Vortages entspricht.

Thomas Altmann von QC Partners kommentierte die Situation mit Blick auf die internationalen Märkte: „Trotz des US-Shutdowns ist die Euphorie an den Börsen ungebrochen.“ Er hob hervor, dass „S&P 500 und NASDAQ 100“ am Vortag neue Rekordstände erreicht hatten. Der DAX verzeichnete zudem den fünften Gewinntag in Folge, eine Serie, die zuletzt im April dieses Jahres übertroffen wurde.

Gleichwohl wies Altmann auf eine bemerkenswerte Entwicklung beim S&P 500 hin: „Allerdings hat der S&P 500 ein Kurs/Buchwert-Verhältnis von 5,5 erreicht. Dieser Wert wurde in der Index-Historie bislang nur an einem einzigen Tag übertroffen.“ Dies war im März 2000, kurz bevor die sogenannte Tech-Blase platzte.

Die für diesen Tag ursprünglich erwarteten Arbeitsmarktdaten wurden aufgrund des US-Shutdowns ausgesetzt. Dies bedeutet, dass Anleger und die US-Notenbank auf das Ende des Shutdowns warten müssen, um diese wichtigen Indikatoren zu erhalten. Altmann merkte an: „Damit geht dem Markt ein bedeutender Teil seines Kompass verloren. Umgekehrt kommen vom Arbeitsmarkt damit heute auch keine Daten, die Anleger enttäuschen und die Rally zu Fall bringen könnten.“

Die Auswirkungen des Feiertags auf die Börsenaktivitäten werden als gering eingeschätzt. Ein Großteil des Handelsumsatzes werde ohnehin von internationalen Investoren getätigt. Altmann bestätigte: „Im vergangenen Jahr lag der Handelsumsatz am 3. Oktober im normalen Bereich.“

Parallel dazu zeigte die europäische Gemeinschaftswährung am Freitagmorgen eine leichte Stärkung: Ein Euro wurde zu 1,1725 US-Dollar gehandelt, während ein Dollar für 0,8529 Euro erhältlich war.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)