Geopolitik und Geldpolitik stimmen Anleger positiv

DAX holt auf – Hoffnung auf Entspannung treibt Kurse

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Deutschlands Leitindex Dax hat am Donnerstag kräftig zugelegt. Ein Großteil der Verluste der Vortage konnte wettgemacht werden. Auslöser sind offenbar positive Signale aus der Geopolitik und der Geldpolitik, die Anleger zu mehr Risikobereitschaft veranlassen. Gold wird aber weiterhin als sicherer Hafen gesucht.

Dax legt deutlich zu

Zum Xetra-Handelsschluss stand der Dax bei 24.856 Punkten. Das war ein Zuwachs von 1,2 Prozent. Nach einem starken Start hielt sich der deutsche Leitindex den ganzen Tag über im Plus.

Hoffnung auf Entspannung

„Die Hoffnung auf eine nachhaltige Entspannung an gleich zwei geopolitischen und einer geldpolitischen Front hat heute im Dax für eine positive Gegenreaktion auf die 1.000-Punkte-Talfahrt der Handelstage zuvor gesorgt“, kommentiert Christine Romar, Head of Europe von CMC Markets. „Nach dem Rahmenabkommen zur Zukunft Grönlands und den im Gegenzug von Trump zurückgenommenen Zollankündigungen kommt scheinbar auch wieder Bewegung in die Friedensverhandlungen um die Ukraine.“

US-Gericht stärkt Fed-Unabhängigkeit

Zusätzlich sorgten laut Romar Zweifel des Obersten Gerichts der USA an der rechtmäßigen Entlassung der Gouverneurin Cook und die Betonung der Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed für die Rückkehr von Risikobereitschaft unter den Anlegern. Dennoch zeige die anhaltende Flucht in den sicheren Hafen Gold, dass der Optimismus Grenzen hat. „Nach anfänglichen Verlusten hat das Edelmetall relativ schnell wieder Kurs auf die 5.000-Dollar-Marke genommen. So sollte auch die Bewegung im Dax wieder Richtung 25.000 Punkte noch nicht als der große Befreiungsschlag gewertet werden. Lediglich der `Taco`-Trade hat wieder einmal funktioniert.“

Wenig Bewegung bei den Rohstoffen

Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde Gas zur Lieferung im Februar kostete 38 Euro, drei Prozent weniger als am Vortag. Der Ölpreis für die Nordsee-Sorte Brent gab ebenfalls nach und lag am Donnerstagnachmittag bei 64,29 US-Dollar. Der Euro zeigte sich dagegen stärker und kostete 1,1742 US-Dollar.