Drohnenalarm fordert Sicherheitsrat

Berlin: Drohnenalarm erster Fall für neuen Sicherheitsrat im Kanzleramt

Foto: Bundeskanzleramt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die verstärkte Beobachtung von Drohnen über kritischer Infrastruktur stellt den neu gegründeten Nationalen Sicherheitsrat im Kanzleramt vor seine erste große Bewährungsprobe. Obwohl der Krisenstab noch im Aufbau ist, soll aufgrund der aktuellen Lage schnell gehandelt werden. Die Herkunft der Drohnen bleibt vorerst ungeklärt.

Die auffällige Häufung von Drohnensichtungen über Flughäfen, Häfen, Rüstungsbetrieben und Militäranlagen wird zum ersten großen Fall für den neu geschaffenen Nationalen Sicherheitsrat im Kanzleramt. Der Krisenstab, der künftig die Arbeit aller Sicherheitsbehörden bündeln soll, befindet sich noch im Aufbau. Dennoch wird wegen der aktuellen Lage bereits jetzt akuter Handlungsbedarf gesehen, wie die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf eigene Informationen berichtet.

Nachrichtendienste und Polizei können eine russische Urheberschaft der Drohnenvorfälle derzeit weder bestätigen noch ausschließen. In einigen Fällen sei nicht einmal eindeutig klar, ob es sich tatsächlich um Drohnen handelte oder um Kleinflugzeuge.

Regierung arbeitet an Lagebild

Die Bundesregierung arbeitet intensiv an der Erstellung eines einheitlichen Lagebilds. Hierfür sammelt der Bundesnachrichtendienst Erkenntnisse aus Nachbarstaaten. Das Bundesinnenministerium koordiniert sich eng mit der Bundespolizei und den Ländern. Auch die Bundeswehr steuert eigene Informationen bei, um ein umfassendes Verständnis der Situation zu ermöglichen. Aus Regierungskreisen wurde laut „Bild“ betont, dass die Vielzahl der Meldungen die Notwendigkeit des Sicherheitsrats unterstreiche. Dieser soll in den kommenden Wochen offiziell seine Arbeit aufnehmen. Die aktuelle Situation verdeutlicht die Relevanz einer zentralen Koordinierungsstelle für Sicherheitsfragen.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)