Früher Schock – dann schnelle Antwort
Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt erwischten die Freiburger keinen guten Start. Köln war in den ersten Minuten präsenter, aggressiver – und ging früh in Führung. Nach einer Hereingabe von Linton Maina klärte Max Rosenfelder unglücklich ins eigene Tor (10.). Ein Wirkungstreffer.
Doch der SC reagierte sofort. Nur eine Minute später spielte Yuito Suzuki einen perfekt getimten Steckpass auf Derry Scherhant, der Marvin Schwäbe eiskalt überlupfte – 1:1 (11.). Das Stadion war wieder da, Freiburg auch.
Matanovic schlägt kurz vor der Pause zu
Nach der wilden Anfangsphase beruhigte sich das Spiel etwas. Freiburg übernahm zunehmend die Kontrolle, ohne zwingend zu werden. Kurz vor der Pause dann der nächste Nadelstich: Nach einer Flanke von Niklas Beste blieb Igor Matanovic im Strafraum hartnäckig, kam nach einem ersten Kontakt erneut an den Ball und schob aus kurzer Distanz zum 2:1 ein (44.). Jubel im ausverkauften Europa-Park Stadion.
Druckphase Köln – Atubolu und die Abwehr halten stand
Nach dem Seitenwechsel drängten die Gäste auf den Ausgleich. Ragnar Ache und Marius Bülter kamen mehrfach zum Abschluss, doch Noah Atubolu blieb sicher. Besonders brenzlig wurde es, als Philipp Treu in höchster Not einen Abschluss aus kurzer Distanz blockte.
Freiburg lauerte nun auf Konter – und hatte die große Chance zur Entscheidung. Nach einem Handspiel zeigte Schiedsrichter Bastian Dankert auf den Punkt. Doch Schwäbe parierte den Strafstoß von Matanovic (66.). Das Spiel blieb offen.
Zittern bis zum Schluss – dann großer Jubel
In der Schlussphase warf Köln alles nach vorne, Freiburg verteidigte leidenschaftlich. Die beste Chance hatte dennoch der SC: Lucas Höler scheiterte per Flugkopfball erneut an Schwäbe. Kurz darauf war Schluss – und der Heimsieg perfekt.
„Haben wir das 3:1 nicht gemacht, musst du es so zu Ende verteidigen. Das war sehr unangenehm, aber stark von meiner Mannschaft“, bilanzierte Schuster nach dem Spiel.
Mit dem Sieg zieht Freiburg in der Tabelle an Eintracht Frankfurt vorbei, klettert auf Rang sieben – und bleibt im zwölften Pflichtspiel in Folge zu Hause ungeschlagen. Am Donnerstag wartet in der Europa League die nächste Aufgabe beim OSC Lille.



