Mehrheit hält Fähigkeit für essenziell

Jugend will Rechtschreibung beherrschen

Jugend will Rechtschreibung beherrschen
Foto: Kinder in einer Schule (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Ob für gute Noten, Anerkennung oder berufliche Chancen: Die überwiegende Mehrheit der Kinder und Jugendlichen in Deutschland legt großen Wert auf korrekte Rechtschreibung. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass moderne Technologie wie Autokorrektur und KI die Bedeutung des Aufsatzens nach Regeln kaum schmälern.

Schriftliche Kompetenz ist gefragt

85 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen zwischen 8 und 16 Jahren halten Rechtschreibung für wichtig oder sehr wichtig. Dies geht aus einer Forsa-Umfrage hervor, die im Auftrag des Nachhilfeanbieters Studienkreis durchgeführt wurde. Die Ergebnisse wurden vom Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) veröffentlicht.

Gründe für die Wichtigkeit

Für 84 Prozent der Befragten ist die korrekte Schreibweise ausschlaggebend für „gute Noten in der Schule“. Fast die Hälfte (45 Prozent) möchte richtig schreiben, „damit andere mich ernst nehmen“. Mädchen sehen in fehlerfreiem Schreiben zudem einen Beitrag zu ihrem „Selbstwertgefühl“ (39 Prozent), während Jungen ein knappes Zehntel die Rechtschreibung als „nervig und unnötig“ empfindet.

Fehler stören

Schreibfehler bei anderen, sei es in Chats der sozialen Medien oder bei Online-Persönlichkeiten, stören 54 Prozent der Kinder. Je älter die Befragten sind, desto stärker fällt dieses Empfinden aus.

KI ändert nichts an Bedeutung

Die zunehmende Verbreitung von Autokorrektur und künstlicher Intelligenz scheint die Auffassung zur Wichtigkeit der Rechtschreibung kaum zu beeinträchtigen. 79 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass die Fähigkeit, richtig zu schreiben, auch in Zukunft relevant bleiben wird. Gymnasiasten zeigen hier die höchste Zustimmung.

Berufliche Perspektiven im Blick

Auch für die spätere berufliche Laufbahn wird korrekte Rechtschreibung als entscheidend angesehen. 86 Prozent der Befragten erwarten bessere Karrierechancen durch fehlerfreies Schreiben. Bei Gymnasiastinnen und Gymnasiasten liegt dieser Wert sogar bei 89 und 90 Prozent. Jüngere Kinder tun sich bei der Einschätzung des konkreten Berufsbezugs noch schwerer.