Frühling trifft Winter

Wetter in Baden-Württemberg: Mini-Frühling rollt an – Sturm, Nebel, Glätte drohen

Wetter in Baden-Württemberg: Mini-Frühling rollt an – Sturm, Nebel, Glätte drohen

Zwischen Schneeresten und blauem Himmel: In Baden-Württemberg zeigt sich der Winter von seiner milden, aber tückischen Seite.

Foto: Simon Dux Media – stock.adobe.com
Der Winter zeigt plötzlich zwei Gesichter, denn während aus Südwesten immer mildere Luft nach Baden-Württemberg strömt und vielerorts für ungewöhnlich hohe Temperaturen sorgt, bleibt die Wetterlage alles andere als entspannt, weil Wind, Nebel und Glätte gleichzeitig für Probleme sorgen können, bevor in der Nacht zum Mittwoch eine Kaltfront von Nordwesten her wieder für Unruhe sorgt. Achtung Wetterwechsel.

Schon am frühen Morgen wird klar, dass dieser Dienstag kein klassischer Wintertag wird, denn neben milden Phasen gibt es lokal Frost, dazu auf einigen Straßen tückische Glätte, während in den Hochlagen des Schwarzwald der Wind ordentlich zulegt und das Wetter eher an Herbst als an Januar erinnert.

Die größten Risiken liegen dabei nicht flächendeckend, sondern punktuell, was die Lage so heimtückisch macht, denn auf der Baar, am Hochrhein, an der Donau und in Oberschwaben kann es anfangs noch leicht frostig und glatt sein, während nur wenige Kilometer weiter bereits milde Luft dominiert und die Temperaturen spürbar steigen.

Vor allem der Wind spielt heute eine Hauptrolle, denn auf den Schwarzwaldhöhen treten bis in den Vormittag hinein kräftige bis stürmische Böen auf, vereinzelt sind sogar Sturmböen um 80 km/h aus Südwest möglich, bevor sich die Lage vorübergehend beruhigt und der Wind in der Nacht zum Mittwoch erneut auffrischt – dann wieder mit ähnlicher Wucht.

Gleichzeitig sorgt das Tauwetter im Schwarzwald für zusätzliche Bewegung, denn Regen und abschmelzender Schnee bringen örtlich rund 30 Liter pro Quadratmeter innerhalb eines Tages zusammen, wodurch die Schneedecke weiter schrumpft und Bäche sowie kleinere Flüsse vorübergehend mehr Wasser führen können.

So wird der Dienstag

Der Tag startet im Süden von Baden-Württemberg oft freundlich und heiter, während es im Norden zunächst grau bleibt und stellenweise noch leichter Regen fällt, der sich im Laufe des Tages nach Osten verabschiedet, sodass von Südwesten her Auflockerungen folgen und die Sonne sich häufiger zeigt. Die Temperaturen erreichen dabei 5 bis 11 Grad, im Breisgau sogar bis zu 14 Grad, begleitet von schwachem Südwind, während es im Hochschwarzwald anfangs noch stürmisch bleibt.

In der Nacht zum Mittwoch ziehen dichte Wolkenfelder durch, es bleibt meist trocken, doch vor allem im Raum Bodensee bildet sich teils dichter Nebel mit Sichtweiten unter 150 Metern, während die Temperaturen auf +5 Grad in Teilen Mittelbadens und bis -4 Grad in Oberschwaben absinken. Vereinzelt wird es glatt. Eine kurze Kontrole vor der Fahrt schadet nicht.

Mittwoch bringt Regen und Wind zurück

Am Mittwoch kippt die Lage wieder, denn von Westen her zieht dichte Bewölkung auf, und im Tagesverlauf breitet sich Regen über große Teile des Landes aus, während das Allgäu bis zum Abend meist noch trocken bleibt. Die Höchstwerte liegen bei etwa 5 Grad im Raum Ravensburg, um 10 Grad in Stuttgart und bis 12 Grad im Breisgau. Dazu weht mäßiger Südwestwind, im Bergland kräftig, auf den Schwarzwaldgipfeln erneut stürmisch.

In der Nacht zum Donnerstag regnet es vielerorts weiter, die Temperaturen sinken auf 6 bis 0 Grad, und auf den Höhen des Schwarzwalds bleiben starke bis stürmische Böen ein Thema.

Kurzer Ausblick: Nebel-Falle am Freitag

Der Donnerstag bringt nach einem grauen Start wieder Auflockerungen, vor allem im Tagesverlauf, bei Höchstwerten zwischen 4 und 11 Grad, ehe sich zum Ende der Woche ein klassisches Winterproblem zurückmeldet. Am Freitag halten sich an Rhein, Donau und Bodensee teils zäher Nebel und Hochnebel, während andernorts die Sonne scheint, bei Temperaturen von 3 Grad unter Nebel und bis 11 Grad im Breisgau.
Nicht überall freundlich.

Unterm Strich bleibt das Wetter mild, aber tückisch – und wer im Nebel unterwegs ist, sollte sein Fahrzeuug besser nicht unterschätzen.