Auswärtiges Amt entschärft Regeln

Venezuela: Reisewarnung deutlich gelockert

Foto: Venezuela (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Das Auswärtige Amt hat die Reisewarnung für Venezuela nach der Stabilisierung der Sicherheitslage wieder deutlich reduziert. Zuvor galt eine generelle Warnung, nun wird nur noch für bestimmte Grenzregionen abgeraten. Internationaler Flugverkehr kehrt langsam zurück, doch Milizen bleiben aktiv.

Sicherheit stabilisiert

Nach den Luftschlägen US-amerikanischer Streitkräfte Anfang des Jahres in Venezuela hat sich die dortige Sicherheitslage nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes weitgehend stabilisiert. Das Locket der Reisewarnung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Statt einer Warnung vor Reisen in das gesamte Land gilt nun wieder eine differenziertere Einschätzung. Nur noch für die Grenzgebiete zu Kolumbien (mit Ausnahme von Maracaibo), Brasilien und Guyana wird explizit von Reisen abgeraten.

Für die übrigen Landesteile sowie die Stadt Maracaibo rät das Ministerium lediglich von Reisen ab. Dies bedeutet eine deutliche Entschärfung im Vergleich zur kurz nach den US-Interventionen verhängten pauschalen Reisewarnung.

Flugverkehr nimmt Fahrt auf

Auch der internationale Flugverkehr in Venezuela normalisiert sich allmählich. Mehrere Gesellschaften haben ihre Routen bereits wieder aufgenommen, was ein Zeichen für eine verbesserte Infrastruktursicherheit darstellen dürfte.

Milizen bleiben Risiko

Dennoch bleibt eine gewisse Unsicherheit bestehen. Politisch orientierte Milizen, bekannt als „Colectivos“, sind weiterhin aktiv und oft bewaffnet, so die Warnung des Auswärtigen Amtes. Reisende sollten sich der potenziellen Risiken bewusst bleiben.