Union bleibt stärkste Kraft

Umfrage nach Asyl-Zoff: Union legt zu, Merz profitiert

Die tief stehende Sonne beleuchtet den Plenarsaal. Blick auf den Bundestagsadler. Blick ins Plenum.
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Die Debatte um die Asylpolitik und die scharfe Kritik an Friedrich Merz haben der Union offenbar nicht geschadet – im Gegenteil. Während andere Parteien stagnieren oder verlieren, kann die CDU/CSU in der Wählergunst zulegen. Besonders brisant: Viele Deutsche zweifeln daran, dass nach der Wahl eine stabile Regierung gebildet werden kann.

Die Union kann im aktuellen ARD-DeutschlandTREND weiter zulegen. Laut der repräsentativen Umfrage von infratest dimap für die ARD käme die CDU/CSU bei einer Bundestagswahl auf 31 Prozent (+1) und wäre damit weiterhin die stärkste politische Kraft in Deutschland. Die SPD stagniert bei 15 Prozent, während die AfD leicht auf 21 Prozent (+1) zulegt und damit Platz zwei einnimmt. Die Grünen fallen auf 14 Prozent (-1) zurück.

FDP unter Mandatsschwelle – Wagenknecht-Bündnis stagniert

Für die FDP sieht es weiterhin düster aus: Sie bleibt bei 4 Prozent und würde damit den Einzug in den Bundestag verpassen. Die Linke hält sich mit 5 Prozent knapp über der Mandatsschwelle. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kommt unverändert auf 4 Prozent. Sonstige Parteien machen zusammen 6 Prozent (-1) aus.

Merz mit Rückenwind – Mehrheit glaubt an Regierungsbildung der Union

Die Diskussionen um die Asylpolitik und die jüngsten Debatten im Bundestag scheinen der Union nicht geschadet zu haben. Laut Umfrage wünschen sich 36 Prozent (+4) der Deutschen, dass die CDU/CSU die nächste Bundesregierung anführt. Die SPD bleibt mit 17 Prozent stabil, während nur noch 12 Prozent (-1) eine AfD-geführte Regierung befürworten.

Wenn die Union regiert, wünschen sich 31 Prozent (-1) die SPD als Koalitionspartner. 19 Prozent (+1) könnten sich eine Zusammenarbeit mit der AfD vorstellen, 14 Prozent (-2) mit den Grünen. Eine Koalition mit der AfD schließt die Union jedoch aus – ein Versprechen, das CDU-Chef Friedrich Merz zuletzt erneut bekräftigte.

Sorge um stabile Regierung wächst

Die Angst vor einer schwierigen Regierungsbildung wächst: 69 Prozent der Deutschen fürchten, dass sich nach der Wahl keine stabile Koalition ergibt – ein Anstieg um 10 Prozentpunkte seit Dezember. Nur 27 Prozent sehen die Lage entspannter.

Der ARD-DeutschlandTREND basiert auf einer Befragung von 1.302 Wahlberechtigten zwischen Montag und Mittwoch dieser Woche.