Ende der Zoll-Drohung
Die Exportnation Deutschland hat sichtlich Erleichterung über das Zurückrudern von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Konflikt gezeigt. Fast schon traditionell droht der US-Präsident in wirtschaftspolitischen Auseinandersetzungen mit Zöllen auf Produkte anderer Länder. Im Fall Grönland, wo die USA ein Interesse an mehr Einflussnahme gezeigt hatten, schien auch ein Handelskrieg denkbar.
„Natürlich ist es gut, dass Präsident Trump die Zölle zurückgenommen hat. Bei einem Zollkrieg gibt es nur Verlierer“, so Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Die Aussagen gegenüber der „Rheinischen Post“ verdeutlichen eine weit verbreitete Haltung in der exportorientierten deutschen Wirtschaft.
Jandura betonte, dass Zölle nicht nur Unternehmen, sondern auch Verbraucher belasteten und letztlich die US-Wirtschaft selbst schwächten. „Zölle werden durch die Inflation letztendlich vom amerikanischen Volk bezahlt“, so der BGA-Chef.
Bleibende Verunsicherung
Doch die Freude währte nur kurz. Jandura mahnt zur Vorsicht: „Aber was Trump heute sagt, kann morgen schon wieder anders sein – das wissen wir alle. Die Verlässlichkeit in den Handelsbeziehungen kehrt nicht wieder zurück“, warnte der BGA-Chef.
Die deutsche Wirtschaft ist auf stabile internationale Handelsbeziehungen angewiesen. Die ständigen Drohungen und plötzlichen Kehrtwenden der US-Administration unter Trump hinterlassen Spuren der Unsicherheit. Auch wenn die aktuelle Eskalation vermieden wurde, bleibt das Misstrauen in die langfristige Verlässlichkeit.


