Umstrittener Friedensrat mit breiter internationaler Beteiligung etabliert – Kritik lässt nicht auf sich warten

Trump gründet „Board of Peace“ zur Schaffung „ewigen Friedens“

Foto: Donald Trump bei einer Zeremonie in Davos (Archivbild).

US-Präsident Donald Trump hat am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos den "Board of Peace" offiziell gegründet. Mit der Unterzeichnung einer Charta durch Vertreter zahlreicher Staaten soll ein neues Gremium zur Beilegung globaler Konflikte etabliert werden. Trump verspricht sich davon ein Ende jahrzehntelangen Blutvergießens und die Schaffung "ewigen Friedens".

Trump will Weltfrieden – und wem vertraut er?

Für Donald Trump ist die Welt eine einzige Region. Das verkündete der US-Präsident am Donnerstag in Davos, kurz nachdem er gemeinsam mit Vertretern weiterer Nationen die Charta des „Board of Peace“ unterzeichnet hatte. Der nun offiziell gegründete Friedensrat, dessen Mitgliederliste von Argentinien über Katar bis zur Mongolei reicht, soll nach Trumps Worten Jahrzehnte des Blutvergießens beenden. Ein ambitioniertes Ziel, das manchem schon jetzt fragwürdig erscheint.

Ursprünglich wurde das „Board of Peace“ auf eine Übergangsaufsicht im Gazastreifen zugeschnitten. Doch schon jetzt deutet sich eine deutliche Ausweitung des Mandats an: globale Krisen und Konflikte sollen künftig im Fokus stehen. Das weckt bei Kritikern sogleich Bedenken. Könnte hier eine Konkurrenz zu den Vereinten Nationen heranwachsen?

Die Zusammensetzung des Rates wirft Fragen auf. Während Staaten wie Jordanien, Saudi-Arabien und die Türkei mit von der Partie sind, reagierten wichtige Akteure wie Deutschland und Großbritannien zurückhaltend auf die Einladung. Aus der EU sind lediglich Ungarn und Bulgarien als Mitglieder aufgeführt. Dies lässt Spielraum für Spekulationen über die tatsächliche globale Reichweite und den Einfluss des neuen Gremiums.

Trump deutete eine Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen an. Besonders im Hinblick auf Krisengebiete wie Gaza. Er behauptete, die USA hätten mehr Entwicklungshilfe für den Streifen ermöglicht als je zuvor – eine Aussage, die angesichts globaler Kürzungen der US-Entwicklungshilfe unter seiner Ägide auf Skepsis stößt.