Zoll-Sorge beendet – vorerst
Ein Aufatmen bei den deutschen Exporteuren: Die angekündigten Strafzölle im Zuge des Grönland-Konflikts sind vom Tisch. US-Präsident Donald Trump hat nach wochenlangem Tauziehen offenbar seine Haltung geändert und die Zollerhöhungen zurückgezogen. Dies hat bei Wirtschaftsverbänden für unmittelbare Erleichterung gesorgt.
„Bei einem Zollkrieg gibt es nur Verlierer“, brachte es Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), auf den Punkt. Mit dieser Einschätzung wandte er sich an die „Rheinische Post“. Jandura betonte, dass der Verzicht auf Zölle aus amerikanischer Sicht der einzig richtige Weg sei. Zölle würden Produkte verteuern, sowohl Unternehmen als auch Verbrauchern schaden und letztendlich die eigene US-Wirtschaft schwächen.
Die Inflation, so Janduras klare Botschaft, sorgt dafür, dass die Zölle am Ende vom amerikanischen Volk getragen werden müssen. Dennoch überschattet eine grundsätzliche Skepsis die wiederhergestellte Ruhe. „Aber was Trump heute sagt, kann morgen schon wieder anders sein – das wissen wir alle“, warnte der BGA-Chef. Die fehlende Verlässlichkeit in den Handelsbeziehungen bleibe eine große Sorge für die Zukunft und beeinträchtige die Planbarkeit für deutsche Unternehmen erheblich.

