Trump macht Ernst: „Board of Peace“ ist geboren
In Davos, inmitten des Weltwirtschaftsforums, hat Donald Trump Nägel mit Köpfen gemacht. Zusammen mit Vertretern einiger Mitgliedsstaaten unterzeichnete er die Charta für das „Board of Peace“. Ein Rat, der laut Trump „Jahrzehnte des Blutvergießens beenden“ und „ewigen Frieden“ schaffen soll. Das klingt nach großen Worten, die der US-Präsident auf einer Bühne aussprach, die für globale Gipfeltreffen bekannt ist. Die Idee ist nicht neu, das Projekt schien aber lange Zeit im Sande zu verlaufen.
Die Initiative, die ursprünglich die Aufsicht einer Übergangsregierung im Gazastreifen übernehmen sollte, könnte laut ersten Hinweisen ein deutlich breiteres Mandat erhalten. Trump deutete eine Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen an, um in Krisenregionen wie Gaza erfolgreich zu sein. Hierbei versicherte er, dass die USA mehr Entwicklungshilfe als je zuvor leisten würden – eine Aussage, die im Widerspruch zur weltweiten Kürzung der Entwicklungshilfe durch seine eigene Regierung steht.
Welche Länder sind dabei? Und wer winkt ab?
Die Liste der teilnehmenden Nationen liest sich wie eine interessante geopolitische Mischung: Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Indonesien, Jordanien, Kasachstan, Kosovo, Pakistan, Paraguay, Katar, Saudi-Arabien, die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate, Usbekistan und die Mongolei. Bemerkenswert ist die geringe Beteiligung aus Europa: Nur Ungarn und Bulgarien sind dabei. Deutschland und Großbritannien, traditionell wichtige Akteure in globalen Friedensfragen, reagierten dagegen zurückhaltend. Damit werden Stimmen laut, die vermuten, Trump wolle eine direkte Konkurrenz zu den etablierten Strukturen der UNO aufbauen und eigene globale Einflussmöglichkeiten schaffen.



