Entspannung im Grönland-Konflikt – BGA-Chef lobt Zollsverzicht, warnt aber vor Handelsunsicherheit

Trump lenkt ein: Deutsche Exporteure atmen auf

Trump lenkt ein: Deutsche Exporteure atmen auf
Foto: Containerhafen von Nuuk auf Grönland am 19.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

Die deutsche Exportwirtschaft reagiert erleichtert auf die Kehrtwende von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Streit. Nachdem die Drohung mit Zöllen im Raum stand, zeigt sich der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) nun zuversichtlich, trotz fortbestehender Bedenken hinsichtlich der Verlässlichkeit amerikanischer Handelspolitik.

Hoffnung nach Zoll-Wende

Die Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump die angedrohten Zölle im Kontext des Grönland-Konflikts zurückgenommen hat, sorgt für spürbare Erleichterung in der deutschen Exportwirtschaft. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), bezeichnete die Entscheidung gegenüber der „Rheinischen Post“ als „natürlich gut“.

Jandura unterstrich die negativen Auswirkungen von Zollkriegen: „Bei einem Zollkrieg gibt es nur Verlierer.“ Auch aus amerikanischer Sicht sei der Verzicht auf solche Maßnahmen der „einzig richtige Weg“. Zölle würden Produkte verteuern, Unternehmen wie Verbraucher schädigen und letztlich die US-Wirtschaft schwächen. „Zölle werden durch die Inflation letztendlich vom amerikanischen Volk bezahlt“, so Jandura.

Skepsis bleibt

Trotz der kurzfristigen Entspannung äußerte der BGA-Chef jedoch auch deutliche Kritik und anhaltende Sorge. „Aber was Trump heute sagt, kann morgen schon wieder anders sein – das wissen wir alle.“ Die fortwährende Unvorhersehbarkeit in den Handelsbeziehungen trübe die Stimmung erheblich. „Die Verlässlichkeit in den Handelsbeziehungen kehrt nicht wieder zurück“, warnte Jandura abschließend.