Abschiebestopp im Iran

Stuttgart: Linke und Grüne fordern sofortigen Abschiebestopp in den Iran

Stuttgart: Linke und Grüne fordern sofortigen Abschiebestopp in den Iran
Iranische Botschaft (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Im Raum Stuttgart rückt die Debatte um einen möglichen Abschiebestopp in den Iran in den Mittelpunkt der Politik. Linke und Grüne fordern weitergehende Maßnahmen der Bundesregierung. Ines Schwerdtner betont im Tagesspiegel, dass Proteste von unten die Macht des Regimes schwächen könnten und sich damit etwas für die unterdrückten Menschen ändern könnte. Gleichzeitig müsse der Schutz Geflüchteter gewährleistet bleiben.
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Abschiebestopp im Fokus

In Stuttgart tritt eine politische Debatte um einen möglichen Abschiebestopp in den Iran in den Vordergrund. Die Demonstrationen gegen das Regime lösen landesweit Diskussionen aus. Abschiebung bleibt heikel. Linke wie Grüne drängen auf Maßnahmen, die den Schutz von Betroffenen sicherstellen und zugleich Druck auf die Regierung aufbauen.

Stimmen aus Politik

„Diese Proteste von unten schwächen die Macht des Regimes weiter und können dazu führen, dass sich für die unterdrückten Menschen endlich etwas ändert“, sagte die Linken-Vorsitzende Ines Schwerdtner dem Tagesspiegel.

Es brauche jetzt „gezielte Sanktionen gegen Verantwortliche in Regierung, Geheimdiensten und Militär“, sagte die Linken-Politikerin und ergänzte: „Vor allem aber muss es einen bundesweiten Abschiebestopp geben, damit niemand an das Folterregime im Iran ausgeliefert wird.“ Der Iran sei kein sicheres Land für Frauen, queere Menschen und Oppositionelle. „Abschiebungen in den Iran können Inhaftierung, Folter und Hinrichtungen für die Schutzsuchenden bedeuten“, sagte Schwerdtner.

Dieser Forderung schlossen sich die Grünen an. „Angesichts der Lage vor Ort ist es mehr als überfällig, einen bundesweiten Abschiebestopp für Iran auf den Weg zu bringen und bedrohten Menschen, die vom iranischen Regime aufgrund der Proteste oder ihrem Kampf für Freiheit und Menschenrechte politisch verfolgt werden, über humanitäre Aufnahmen in Deutschland Schutz zu gewähren“, sagte die Grünen-Außenpolitikerin Luise Amtsberg dem Tagesspiegel. Sie erwarte, dass Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) seine Blockadehaltung aufgebe und sich solidarisch zeige mit der iranischen Diaspora hierzulande und der Zivilgesellschaft im Iran.

Aus der Union wurden die Rufe nach einem Abschiebestopp jedoch umgehend abgelehnt. „Die Linken ziehen die völlig falschen Schlüsse aus der aktuellen Entwicklung im Iran. Dort hat sich die Lage für das Regime verschärft, nicht für die Bevölkerung“, sagte der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, dem Tagesspiegel. Es gebt keine neue Begründung dafür, einen in Deutschland straffällig gewordenen und ausreisepflichtigen Iraner nicht in den Iran abzuschieben.

dts Nachrichtenagentur

Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt

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