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Bundesregierung unter Beschuss

Wirtschaftsweisen kritisieren Rauswurf: Malmendier-Mandat nicht verlängert

Wirtschaftsweisen kritisieren Rauswurf: Malmendier-Mandat nicht verlängert

Ulrike Malmendier (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zeigt sich tief betroffen über die Entscheidung der Bundesregierung, die Amtszeit von Ulrike Malmendier nicht zu verlängern. Nicht einmal vier Jahre im Amt: Experten sehen einen erheblichen Verlust für die politische Debatte, insbesondere mit Blick auf Malmendiers internationale Expertise.

Bestürzung im Expertenrat

Mit „großer Verwunderung und allergrößtem Bedauern“ hat der Sachverständigenrat Wirtschaft am Sonntag die Entscheidung der Bundesregierung, die Amtszeit von Ulrike Malmendier nicht fortzusetzen, kommentiert. Das Mandat der Ökonomin, die erst seit dreieinhalb Jahren im Gremium saß, sei damit unerwartet beendet worden.

Die Ratskollegen bedauern den Verlust eines „hochgeschätzten Mitglieds“. Insbesondere Malmendiers wissenschaftliches Renommee, das in der langen Geschichte des Gremiums seinesgleichen suche, wird hervorgehoben. Ein besonderer Verlust sei ihr „Blick von außen aus den USA auf Europa und Deutschland“.

Malmendier äußert Bedauern

Auch Ulrike Malmendier selbst zeigte sich „mit großem Bedauern“ über die Nicht-Verlängerung ihres Mandats informiert. Sie habe es als „große Ehre“ empfunden, mit ihrer Expertise und ihrem Blickwinkel zur Arbeit des Gremiums und zur Politik Deutschlands beitragen zu können. Stolz sei sie auf die von ihr entwickelte „Frühstart-Rente“, die sie erfolgreich in die Debatte um Altersvorsorge und Generationengerechtigkeit eingebracht habe.

Malmendier betont, dass sie für die Politikberatung in Deutschland und Europa weiterhin zur Verfügung stehe.

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