Massiver Stellenabbau droht

Städtetag alarmiert: Kürzungen bedrohen Integrationskurse

Städtetag alarmiert:  Kürzungen bedrohen Integrationskurse
Foto: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Deutsche Städtetag schlägt Alarm wegen geplanter Einschnitte bei Integrationskursen. Die Bundesregierung will die Teilnahme beschränken, was laut Experten die Mindestteilnehmerzahl vieler Kurse gefährdet und die Integration erschwert. Kommt die Arbeitsaufnahme der Geflüchteten dadurch weiter ins Stocken?

Städte befürchten Kursausfälle

Schlechte Nachrichten für die Integration: Der Deutsche Städtetag kritisiert die Kürzungen bei Integrationskursen durch die Bundesregierung scharf. Geplante Zugangsbeschränkungen seien ein „kein gutes Signal“, so Christian Schuchardt, Hauptgeschäftsführer des Städtetages, gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Freiwillige Teilnehmer fehlen

Das Problem: Rund die Hälfte der Teilnehmer an Integrationskursen sind freiwillige Helfer. Brechen diese weg, können vielerorts die Kurse nicht mehr mit der nötigen Teilnehmerzahl stattfinden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) stellt bereits keine Berechtigungsscheine für eine freiwillige Teilnahme mehr aus.

Dauerhafte Bleibeperspektive im Fokus

Das Innenministerium will offenbar gezielt Geflüchtete mit einer dauerhaften Bleibeperspektive fördern. Hintergrund seien auch Einsparungen, denn ein Kurs kostet pro Teilnehmer mehrere Tausend Euro. Doch gerade die frisch vermittelten Sprachkenntnisse und das Wissen über Deutschland gelten als Schlüssel für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Integration verzögert sich ohne Kurse

Schuchardt mahnt: „Gerade für Integrationswillige brauchen wir Integrationsangebote, ansonsten dauert die Integration einfach viel länger, wenn sie überhaupt gelingt.“ Die finanzielle Seite ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Jeder Geflüchtete, der eine Arbeit findet, entlastet die Kommunen von Sozialausgaben. Ohne die nötigen Kurse wird dieser Schritt aber massiv erschwert.