Drohendes Aus in Schwedt
Die Zeit drängt für die Raffinerie PCK in Schwedt. Bis zum 29. April gilt eine Ausnahmegenehmigung des US-Finanzministeriums, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Sollte diese nicht verlängert werden, droht am 1. Mai die Zwangspause. Dies hätte direkte Auswirkungen auf die Versorgung mit Kraftstoffen in der Bundeshauptstadt und dem Umland, wo die Raffinerie über 90 Prozent des Bedarfs deckt.
Hintergrund ist die Eigentümerstruktur: Die Raffinerie gehört zum russischen Staatskonzern Rosneft, was sie den US-Sanktionen unterstellt. Um dies zu umgehen, wird sie derzeit treuhänderisch von der Bundesnetzagentur verwaltet.
Geschäftsführung schlägt Alarm
Die Geschäftsführung der PCK selbst schlägt nun Alarm. In einem Schreiben an das Bundeswirtschaftsministerium wird die Situation als „dramatisch“ beschrieben. Schon jetzt erschwert das bevorstehende Ende der US-Lizenz das operative Geschäft erheblich.
Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigt den engen Austausch mit den US-Behörden. „Es ist weiterhin das Verständnis der Bundesregierung, dass die US-Sanktionen nicht auf diese deutschen Tochtergesellschaften abzielen, die von der gelisteten russischen Muttergesellschaft abgekoppelt sind“, zitiert die „Welt am Sonntag“ eine Sprecherin.




