Ungleichgewicht bei Förderung?
Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hat eine neue Förderstrategie für Jungen angekündigt. In einem Gespräch mit der „Wochentaz“ betonte sie die Notwendigkeit, Jungen nicht länger ins Hintertreffen geraten zu lassen. „Wir dürfen nicht Mädchen fördern und die Jungs gar nicht im Blick haben“, so Prien.
Die Ministerin sieht Jungen oft als benachteiligt und übersehen, sowohl im schulischen als auch im erzieherischen Kontext. Sie verweist auf internationale Beispiele, die die negativen Auswirkungen einer solchen Vernachlässigung aufzeigen könnten.
Hohe Suizidraten und Extremismus
Prien nannte beunruhigende Zahlen, die sie zu ihrer Initiative bewegen: „Jungs haben deutlich höhere Selbstmordraten und sind anfälliger für Extremismus, nicht nur für den Rechtsradikalismus, auch für den Islamismus. Das treibt mich wirklich um“, sagte die dreifache Mutter. „Gleichstellungspolitik ist für mich nicht nur Frauenpolitik, sondern auch Männerpolitik.“ Ein wichtiges Ziel sei es, zu verhindern, dass sich Männer als „Verlierer“ fühlten.

