Bitterfeld einziger Erfolg

Millionen für Schiene in Kohleregionen – kaum Fortschritt

Foto: Bahnstrecke in Deutschland (Archiv).

Milliarden Euro sind für den Ausbau der Schiene in den Braunkohlerevieren vorgesehen, um den Strukturwandel zu forcieren. Doch die Bilanz fällt ernüchternd aus: Nur ein einziges Projekt ist bisher abgeschlossen. Grüne Politikerin kritisiert Verzögerungen.

Kaum Bahnausbau in Kohleregionen

Obwohl erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, kämpft der Schienenausbau in den vom Kohleabbau betroffenen Regionen Deutschlands mit mangelndem Fortschritt. Nur ein einziges von 29 geplanten Schienenprojekten ist bislang vollendet – der Bahnhof Bitterfeld.

Dies berichtet die Grünen-Politikerin Paula Piechotta unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung. Die übrigen Projekte würden noch in frühen Planungsphasen verharren. Darunter fallen auch zwei bedeutende Vorhaben: die Ausbaustrecken Aachen-Köln und Berlin-Cottbus-Görlitz. Für diese sind hohe Summen vorgesehen, konkrete Fertigstellungstermine fehlen jedoch.

Immerhin für den zweigleisigen Ausbau zwischen Lübbenau und Cottbus gibt es eine vage Zeitangabe: „Voraussichtlich 2027“ soll es fertig sein. Die Deutsche Bahn fasst darunter Dezember 2027.

Piechotta mahnt zu einer dringenden Priorisierung der Schienenprojekte. „Jeder Tag Verzögerung macht jedes Projekt teurer“, erklärt sie und befürchtet, dass die Gelder primär für steigende Baupreise aufgewendet werden und nicht für die versprochenen Infrastrukturverbesserungen.