Mehr Beamte für mehr Sicherheit

GdP fordert massive Aufstockung der Polizei nach Zug-Totschlag

GdP fordert massive Aufstockung der Polizei nach Zug-Totschlag
Foto: Polizei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Nach dem tragischen Tötungsdelikt in einem Regionalzug in Landstuhl schlägt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Alarm. Bundesvorsitzender Jochen Kopelke fordert eine umgehende und massive Verstärkung der Bundes- und Landespolizeien. Insbesondere die Bundespolizei an Bahnhöfen warte seit Monaten auf dringend benötigte Verstärkung, die angesichts der aktuellen Sicherheitslage unerlässlich sei.

Sofortprogramm gefordert

Der tragische Vorfall in Landstuhl hat die ohnehin angespannten Nerven bei Bahnpersonal und Reisenden stark belastet. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht darin den Beweis, dass die derzeitige Personalstärke der Sicherheitskräfte nicht mehr ausreicht, um die Sicherheit in Deutschland zu gewährleisten.

Jochen Kopelke, Bundesvorsitzender der GdP, appelliert daher eindringlich an die Bundesregierung, gemeinsam mit den Innen- und Verkehrsministerkonferenzen kurzfristig Maßnahmen zu ergreifen. Die Sorgen seien groß, und schnelle Entscheidungen seien nun gefragt.

Besonders die Bundespolizei, zuständig für die Sicherheit auf zahlreichen Bahnhöfen im Land, stecke nach Aussagen der GdP seit Monaten in der Warteposition auf dringend benötigte Verstärkung. Die anhaltenden Grenzkontrollen würden die Kräfte zusätzlich binden und die Verfügbarkeit für andere Aufgaben einschränken.

Als konkrete Lösung schlägt Kopelke ein Sofortprogramm vor, das alle Polizeibehörden stärken soll. Mit der Aufstellung von 14 zusätzlichen Hundertschaften für Bundes- und Landespolizeien sei es möglich, die Sicherheit im gesamten Bundesgebiet effektiver, schlagkräftiger und flexibler zu gestalten, so die Gewerkschaft.