Austausch über Sicherheitslage
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Nigerias Präsident Bola Tinubu haben am Mittwoch über die angespannte Sicherheitslage in der westafrikanischen Region gesprochen. Dies bestätigte Regierungssprecher Stefan Kornelius. Merz unterstrich dabei die langjährigen und engen Beziehungen zwischen Deutschland und Nigeria.
Deutschland werde das westafrikanische Land auch weiterhin in seinen Bemühungen um Stabilität unterstützen, so Kornelius. Beide Staatschefs vereinbarten zudem eine Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.
Nigeria als regionaler Akteur
Nigeria gilt als wirtschaftliches und politisches Schwergewicht Westafrikas und spielt eine zentrale Rolle innerhalb der regionalen Staatengemeinschaft ECOWAS. Das Land ist jedoch von internen Konflikten gezeichnet. Insbesondere im mehrheitlich muslimischen Norden kommt es immer wieder zu Angriffen islamistischer Terrorgruppen wie Boko Haram und ISWAP.
Angesichts der anhaltenden Bedrohung versuchen die USA, die Anstrengungen zur Bekämpfung dieser Gruppierungen zu verstärken. Nach Luftangriffen im Dezember haben die USA nun weitere 100 Soldaten nach Nigeria entsandt. Diese sollen die dortigen Streitkräfte unterstützen, greifen jedoch nicht direkt in Kampfhandlungen ein.


