Weimer weist Kritik zurück

Berlinale: Kulturstaatsminister verteidigt Jury-Chef Wenders

Berlinale: Kulturstaatsminister verteidigt Jury-Chef Wenders
Foto: Wim Wenders (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat Berlinale-Jury-Präsident Wim Wenders gegen Vorwürfe von "Pali-Aktivisten" verteidigt. Wenders hatte eine Haltung gefordert, bei der sich Filmschaffende auch mal aus der Politik heraushalten. Daraufhin wurde ihm von Aktivisten aus der Filmszene "institutionelles Schweigen" zum Gaza-Konflikt vorgeworfen.

Festival-Leitung als ausgewogen gelobt

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sieht die Berlinale keineswegs als unpolitisch. „Ich finde, Wim Wenders und auch Tricia Tuttle, die Direktorin der Berlinale, führen die Berlinale sehr ausgewogen, sehr feinfühlig“, sagte Weimer dem TV-Sender „Welt“. Er betonte, dass heikle Themen stets angesprochen würden.

Wenders sei von einer bestimmten Ecke von Aktivisten bedrängt worden, mehr zu sagen oder zu tun. „Ich würde ihn da gerne in Schutz nehmen, weil: Ich finde, er hat genau die richtigen Worte gefunden.“ Die Berlinale sei ein Ort, an dem Meinungen aufeinanderprallen und offen diskutiert werde.

Weimer stellte klar: „Aber ich finde, zur Meinungsfreiheit gehört auch, dass man auch mal nichts sagen kann. Und das muss man den Künstlern auch überlassen. Ich finde, die Künstler sollte man nicht politisch bevormunden.“ Die Berlinale verstehe sich nicht als NGO, sondern als Plattform für freie Filmschaffende, die sich entfalten und diskutieren.