Schwere Störung bei der Bahn
Die Auskunft und das Buchungssystem der Deutschen Bahn sind am Donnerstagmittag nach einem Cyberangriff wieder voll funktionsfähig. Am Vortag hatten die Probleme viele Reisende stark beeinträchtigt.
„Ungewöhnlich groß angelegt“
Die Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Claudia Plattner, bezeichnete den Angriff als „ungewöhnlich groß angelegt“. Es habe sich um Milliarden Anfragen pro Minute gehandelt. Laut Plattner sei dies eine „größere Kante, keine alltägliche Dimension“ bei DDoS-Attacken.
Russland-Spekulationen
Auf die Frage, ob Russland hinter der Attacke stecken könnte, äußerte sich Plattner nicht konkret. Sie verwies aber auf eine Zunahme ähnlicher Cyberangriffe auf Deutschland seit Beginn des Ukraine-Kriegs. Das Ziel sei, Propaganda zu verbreiten und Einschüchterung zu erzeugen.
Systeme abwehrbereit
Trotz der Schwere des Angriffs zeigte sich Plattner zuversichtlich: Die Bahnsysteme und Deutschland insgesamt seien gut aufgestellt, um solche Attacken abzuwehren. Das Land sei nicht schutzlos, betonte sie.
Keine nachhaltigen Schäden
Die BSI-Chefin geht davon aus, dass der Angriff voraussichtlich keine nachhaltigen Schäden hinterlassen wird. Die Einschränkungen im Reiseverkehr seien aber ernsthaft gewesen, wenn auch vorübergehend.

