Deutschland als Filmproduktionsstandort gestärkt
Nach zähem Ringen steht eine Einigung: Der deutsche Filmstandort soll mit einem neuen Investitionspakt gestärkt werden. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (CDU) verkündete am Donnerstag, dass sich die Bundesregierung mit den Koalitionsparteien Union und SPD auf die Eckpunkte geeinigt hat. Geplant ist eine jährliche Investitionssumme von 250 Millionen Euro.
Die finanzielle Spritze soll Deutschland international wettbewerbsfähiger machen. Dafür setzt man auf eine Kombination aus freiwilligen Zusagen und einer gesetzlich verankerten Mindestinvestitionsquote. Diese Quote soll Streamingdienste und Sender dazu verpflichten, entsprechend ihrer Marktanteile in deutsche und europäische Produktionen zu investieren.
Öffnungsklausel für mehr Flexibilität
Wichtig für die Umsetzung ist die beschriebene Öffnungsklausel. Sie soll sicherstellen, dass Unternehmen, die eine Investitionsquote von zwölf Prozent oder mehr erreichen, von den starren Vorgaben abweichen können. Dies soll schöpferische Freiheiten ermöglichen und Eingriffe in Geschäftsmodelle minimieren.
„Diese Einigung hilft dem Standort Deutschland“, betonte Weimer. „Mit Investitionspakt und Filmbooster schaffen wir endlich verlässliche, international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen.“ Ein gesetzliches Fundament, das sich an europäischen Durchschnittswerten orientiert, soll die deutsche Filmwirtschaft absichern. Gleichzeitig soll ein „großzügiger Korridor“ für freiwillige Selbstverpflichtungen die Auftragsvergabe fördern, ohne die Branche zu überregulieren.


