250 Millionen Euro jährlich für den Standort

Mehr Geld für deutsche Filme: Union und SPD einigen sich auf Investitionspakt

Foto: Kino (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesregierung und die Regierungsfraktionen von Union und SPD haben sich auf einen neuen Investitionspakt für den deutschen Film geeinigt. Künftig sollen jährlich 250 Millionen Euro in den Standort fließen. Ziel ist es, Deutschland wettbewerbsfähiger zu machen und Investitionen auch von Streamingdiensten und Sendern zu sichern. Eine neu geschaffene Öffnungsklausel soll dabei Flexibilität gewährleisten.

Deutschland als Filmproduktionsstandort gestärkt

Nach zähem Ringen steht eine Einigung: Der deutsche Filmstandort soll mit einem neuen Investitionspakt gestärkt werden. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (CDU) verkündete am Donnerstag, dass sich die Bundesregierung mit den Koalitionsparteien Union und SPD auf die Eckpunkte geeinigt hat. Geplant ist eine jährliche Investitionssumme von 250 Millionen Euro.

Die finanzielle Spritze soll Deutschland international wettbewerbsfähiger machen. Dafür setzt man auf eine Kombination aus freiwilligen Zusagen und einer gesetzlich verankerten Mindestinvestitionsquote. Diese Quote soll Streamingdienste und Sender dazu verpflichten, entsprechend ihrer Marktanteile in deutsche und europäische Produktionen zu investieren.

Öffnungsklausel für mehr Flexibilität

Wichtig für die Umsetzung ist die beschriebene Öffnungsklausel. Sie soll sicherstellen, dass Unternehmen, die eine Investitionsquote von zwölf Prozent oder mehr erreichen, von den starren Vorgaben abweichen können. Dies soll schöpferische Freiheiten ermöglichen und Eingriffe in Geschäftsmodelle minimieren.

„Diese Einigung hilft dem Standort Deutschland“, betonte Weimer. „Mit Investitionspakt und Filmbooster schaffen wir endlich verlässliche, international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen.“ Ein gesetzliches Fundament, das sich an europäischen Durchschnittswerten orientiert, soll die deutsche Filmwirtschaft absichern. Gleichzeitig soll ein „großzügiger Korridor“ für freiwillige Selbstverpflichtungen die Auftragsvergabe fördern, ohne die Branche zu überregulieren.