Keine WM-Boykott-Unterstützung
Die Debatte um einen möglichen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat eine klare Positionierung von Sportstaatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) erfahren. „Wir haben uns innerhalb der Bundesregierung verständigt, und wenn es um einen Boykott geht, sagen wir: Das unterstützen wir nicht“, erklärte sie der „Süddeutschen Zeitung“.
Sport nicht für Politik missbrauchen
Schenderlein begründete dies mit der Haltung der Bundesregierung, wonach außenpolitische Beziehungen sachlich geführt werden müssten. „Der Sport darf dafür nicht instrumentalisiert werden.“ Hinzu komme, dass die kommende WM nicht ausschließlich in den USA stattfindet, sondern auch in Kanada und Mexiko ausgetragen wird. Sie erinnerte an die umstrittene Situation bei der WM in Katar, als die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser mit der „One Love“-Binde auf der Tribüne saß.
Russische Athleten bei Paralympics: Kritik
Hingegen bezeichnete Schenderlein die Entscheidung, einzelnen russischen und weißrussischen Athleten die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Italien zu gestatten, als „sinnvollen Weg“. Kritisch bewertete sie indes die Verfügungen des Internationalen Paralympischen Komitees, die Athleten aus beiden Ländern ohne Auflagen starten lassen. „Weil es eben die Möglichkeit der Einflussnahme gibt, sobald Athleten unter offizieller Flagge stehen“, argumentierte sie.
Medaille für Deutschland
Der deutschen Auswahl wünscht Schenderlein „jede Menge Edelmetall und ganz viele sportliche Erfolge“. Ein konkretes Ziel nannte sie nicht, da gerade bei Olympischen Spielen „immer wieder zu Überraschungen“ käme.



