Nach Daten aus dem RTL/ntv Trendbarometer hält es aktuell nur gut ein Viertel der Bundesbürger (27 Prozent) für richtig, wenn Deutschland künftig über eigene Atomwaffen verfügen würde. 68 Prozent lehnen das klar ab. Viel Bewegung ist damit nicht erkennbar – trotz einer sicherheitspolitisch nervösen Lage.
Auch bei der Union überwiegt die Skepsis
Interessant ist der Blick auf die Parteianhänger. Am offensten zeigen sich noch Wähler der CDU und CSU. 39 Prozent von ihnen könnten sich vorstellen, dass Deutschland eigene Atomwaffen anstrebt. Gleichzeitig sagen 58 Prozent der Unions-Anhänger ausdrücklich Nein.
Mit anderen Worten: Selbst dort, wo sicherheitspolitische Härte oft gefordert wird, fehlt eine Mehrheit für den nuklearen Schritt.
Deutlicher Unterschied zwischen Ost und West
Auffällig fällt der regionale Vergleich aus. In Ostdeutschland lehnen 77 Prozent eigene Atomwaffen für Deutschland ab. Im Westen sind es 66 Prozent. Der Gedanke an nationale Nuklearwaffen stößt im Osten damit noch einmal auf deutlich stärkere Ablehnung.
Warum das so ist, lässt die Umfrage offen. Klar wird aber: Die Zustimmung bleibt auch hier eine Randposition.
Sicherheit bleibt Thema – Atomwaffen offenbar nicht
Die Zahlen zeigen ein widersprüchliches Stimmungsbild. Einerseits wächst das Misstrauen gegenüber internationalen Sicherheitsgarantien. Andererseits bleibt die Bereitschaft gering, daraus radikale Konsequenzen zu ziehen. Eigene Atomwaffen gelten für viele offenbar nicht als Lösung, sondern als zusätzliches Risiko.
Daten zur Umfrage
Die Befragung wurde im Auftrag von RTL Deutschland durchgeführt.
- Befragte: 1.001 Personen
- Zeitraum: 30. Januar bis 2. Februar 2026
- Fehlertoleranz: ±3 Prozentpunkte
