USA-Reise der Nationalelf durchgesetzt

Kein WM-Boykott: Mehrheit der Deutschen hält an Teilnahme fest

Foto: Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Trotz politischer Diskussionen und Boykott-Rufen: Eine klare Mehrheit der Bundesbürger spricht sich dafür aus, dass die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wie geplant im Sommer zur WM in die USA reist. Nur eine Minderheit befürwortet eine Nicht-Teilnahme.

Breiter Konsens gegen Absage

Die Ergebnisse einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von „Stern“ und RTL zeichnen ein eindeutiges Bild: 71 Prozent der Befragten plädieren dafür, dass das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann den Weg nach Übersee antritt. Lediglich 24 Prozent würden eine Absage der Teilnahme bevorzugen.

Vor dem Hintergrund der angespannten politischen Lage in den USA waren zuletzt Stimmen laut geworden, die einen Boykott der WM forderten. Doch diese Rufe finden in der breiten Bevölkerung wenig Anklang. Die Ablehnung eines Verzichts ist laut der Erhebung erstaunlich konstant: Sie zeigt sich gleichermaßen in Ost- und Westdeutschland, über alle Altersgruppen hinweg und unabhängig vom Grad des Fußballinteresses.

Auch parteipolitisch ist das Bild weitgehend einheitlich. Anhänger von Union, SPD und AfD sind mehrheitlich gegen einen Boykott. Ausnahmen bilden die Anhänger von Bündnis 90/Die Grünen und der Linken: Hier sprechen sich mit 44 beziehungsweise 48 Prozent die vergleichsweise größten Gruppen für eine Nicht-Teilnahme aus.

Die Daten zur Umfrage wurden zwischen dem 29. und 30. Januar 2026 erhoben. Insgesamt wurden 1.009 Personen befragt.