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Mehr Hürden, höhere Sprachanforderungen

Junge Union will Einbürgerung wieder erschweren

Junge Union will Einbürgerung wieder erschweren

Archivbild: Ein Ausweisdokument, symbolisch für Einbürgerung, via dts Nachrichtenagentur

Der Nachwuchs der CDU fordert eine Kehrtwende in der Einbürgerungspolitik. Künftige Anträge sollen höhere Hürden nehmen. Die Junge Union will die Aufenthaltsdauer verlängern und Sprachanforderungen verschärfen. Auch wer grundlegende Werte wie die Gleichberechtigung von Frauen ablehnt, soll demnach keine Staatsbürgerschaft erhalten.

JU will Reformen zurückdrehen

Die Junge Union (JU) bringt sich für den kommenden CDU-Bundesparteitag in Stuttgart in Position. Sie fordert eine deutliche Verschärfung der Einbürgerungsregeln. Konkret soll die Mindestaufenthaltsdauer von gegenwärtig fünf auf acht Jahre angehoben werden. Die 2024 beschlossene Reform habe falsche Signale gesetzt, begründet die JU ihre Forderung. Die Staatsbürgerschaft müsse das Ende eines Integrationsprozesses markieren, nicht den Anfang.

Sprachkenntnisse auf B2-Niveau

Auch bei den Sprachanforderungen plant die JU eine Verschärfung. Die geforderten Kenntnisse sollen von B1 auf B2 angehoben werden. Ausnahmen vom Mindestniveau sollen weitgehend gestrichen werden. Gute Deutschkenntnisse seien essenziell für eine gelingende Integration, heißt es im Antrag des Parteinachwuchses.

Werte und Verfassung im Fokus

Darüber hinaus verlangt die Junge Union strengere Kriterien im Hinblick auf die Anerkennung zentraler Verfassungsgrundsätze. Wer das Existenzrecht Israels leugnet, sich gegen die Gleichberechtigung von Frauen stellt oder Antisemitismus und Rassismus verharmlost, soll keine deutsche Staatsbürgerschaft erhalten dürfen. Diese Wertebezogenheit sei unabdingbar für die Akzeptanz und den Zusammenhalt der Gesellschaft.

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