Preisanstieg bei Lebensmitteln überrascht
Nach Monaten unterdurchschnittlicher Teuerung ziehen die Preise für Nahrungsmittel wieder kräftig an. Im Januar 2026 lag die Rate bei 2,1 Prozent, nachdem sie im Dezember noch bei 0,8 Prozent lag. Destatis-Präsidentin Ruth Brand bestätigt den Trend zur „Verstärkung der Teuerung“. Besonders Zucker, Marmelade und Schokolade verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Auch für Obst und Fleisch mussten Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Günstiger wurden hingegen Speiseöle, Butter und Molkereiprodukte.
Dienstleistungen bleiben teuer
Auch im Dienstleistungssektor ist ein spürbarer Preisanstieg zu verzeichnen. Mit 3,2 Prozent lagen die Dienstleistungspreise über der Gesamtinflationsrate. So verteuerten sich soziale Einrichtungen und die Personenbeförderung. Die Preisanpassung für das Deutschlandticket von 58 auf 63 Euro schlägt hierbei zu Buche. Auch Wartungsarbeiten, Versicherungen und Wohnungsdienstleistungen verteuerten sich. Gaststättendienstleistungen blieben trotz gesenkter Mehrwertsteuer ebenfalls teurer.
Energiepreise sinken weiter
Die Energiepreise hingegen setzten ihren Abwärtstrend fort. Insgesamt sanken sie im Januar 2026 um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Günstiger wurde beispielsweise Strom durch reduzierte Übertragungsnetzentgelte. Auch Gas und Fernwärme verbilligten sich, unter anderem durch die Abschaffung der Gasspeicherumlage. Mineralölprodukte zeigten jedoch eine gemischte Entwicklung: Heizöl wurde deutlich günstiger, Kraftstoffe leicht teurer.
Kerninflation auf hohem Niveau
Die sogenannte Kerninflation, also die Rate ohne Energie und Nahrungsmittel, lag im Januar 2026 bei 2,5 Prozent. Dies unterstreicht, dass die Teuerung in anderen wichtigen Bereichen weiterhin hoch ist und die allgemeine Preishochhaltung trotz sinkender Energiepreise spürbar bleibt.



