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Eine Spur wilder: Nationalpark Schwarzwald feiert 10 Jahre Naturerlebnis und Artenschutz

Foto: © qu-int.gmbh / Nationalpark Schwarzwald

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Vor genau 10 Jahren, im Januar 2014, wurde ein bedeutender Schritt für den Natur- und Artenschutz in Baden-Württemberg unternommen: Die Gründung des Nationalparks Schwarzwald. Seitdem hat sich dieser zu einem Erfolgsprojekt entwickelt, das nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen begeistert.

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Die Philosophie: Natur sich selbst überlassen

Die Philosophie des Nationalparks Schwarzwald lautet schlicht: „Natur Natur sein lassen.“ Doch hinter dieser simplen Idee steckt eine immense Herausforderung. Um der Tier- und Pflanzenwelt die Möglichkeit zu geben, sich frei und ungestört zu entwickeln, waren weitreichende Konzepte für den Wald, die Wege, den Tourismus und den Verkehr erforderlich. Umweltministerin Thekla Walker zeigt sich begeistert: „Im Schwarzwald ist es gelungen, einen Nationalpark zu schaffen, der nicht nur ein wertvoller Rückzugsort für viele Arten ist, sondern auch eine Bereicherung für die Region darstellt.“

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Nach dem Sturm: Der Lotharpfad offenbart noch heute die erstaunliche Resilienz der Natur im Angesicht der Kräfte des Orkans.
Foto: © Luis Scheuermann (Nationalpark Schwarzwald)

Positive Auswirkungen auf die Artenvielfalt

Die positiven Auswirkungen eines unberührten Waldes zeigen sich bereits deutlich. In den letzten 10 Jahren wurden Veränderungen im Nationalpark Schwarzwald sichtbar, die nicht zu übersehen sind. Nationalparkleiter Wolfgang Schlund erklärt: „Wir haben die Natur ihre Arbeit machen lassen – und das Ergebnis ist für uns und unsere Besucherinnen und Besucher hautnah erlebbar.“ Dank des Schutzes natürlicher Entwicklungsprozesse haben Arten, die beispielsweise auf alte Bäume oder Totholz angewiesen sind, wieder einen Lebensraum gefunden. Lange verschwundene Vogel- und Käferarten haben sich stabilisiert, während seltene Pflanzen und Pilze die Gelegenheit zur Regeneration und Entfaltung erhalten.

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Foto: @ Walter Finkbeiner (Nationalpark Schwarzwald)

Naturschutz und Tourismus im Einklang

Im Nationalpark Schwarzwald wird nicht nur auf Prozessschutz in der Kernzone gesetzt, sondern es werden auch konkrete Schutzmaßnahmen ergriffen, um die Lebensbedingungen gefährdeter Arten zu verbessern. Besonders die Pflege und Beweidung der hochgelegenen Heiden, regional als Grinden bekannt, spielt hier eine entscheidende Rolle. Umweltministerin Walker ist beeindruckt: „Der Prozessschutz trägt gemeinsam mit den gezielten Artenschutzmaßnahmen erheblich zur Erhaltung der Biodiversität bei. Auf gerade einmal einem Prozent der Landesfläche wurden innerhalb der letzten zehn Jahre mehr als 9.000 Arten nachgewiesen, das sind fast 30 Prozent aller Artengruppen des Landes.“

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Eingangsportal zu den Allerheiligen Wasserfällen
Foto: © Ulrike Klumpp

Ein Naturerlebnis für alle

Nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt profitiert vom Nationalpark Schwarzwald, auch für den Menschen ist er ein einzigartiger Ort, um die Natur in ihrer Vielfalt und natürlichen Schönheit zu erleben. Führungen und eigene Erkundungstouren ermöglichen es den Besucherinnen und Besuchern, die Veränderungen hautnah zu erleben. Der Nationalpark bietet außerdem Raum für Freizeitaktivitäten wie Wandern, Radfahren und Wintersport, was ihn zu einer beliebten touristischen Attraktion macht, die jährlich rund 750.000 Besucher anzieht.

Gemeinsame Entwicklung und Feiern

Die Nationalparkverwaltung, die Region und die Nationalparkgremien haben gemeinsam ein Tourismuskonzept entwickelt. Die 27 umliegenden Gemeinden haben sich zu einer GmbH zusammengeschlossen, um den Tourismus in der Region gemeinsam zu fördern.

Ein Grund zum Feiern

Das Nationalpark Schwarzwald feiert sein zehnjähriges Jubiläum gebührend. Das ganze Jahr über sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, den Nationalpark vor Ort und gemeinsam mit den Experten zu erleben. Am 15. und 16. Juni 2024 wird es ein Festwochenende am Ruhestein geben, bei dem auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Umweltministerin Thekla Walker mit von der Partie sein werden. Im Herbst steht die Eröffnung des neuen Nationalparkhauses in Herrenwies an. Im Nordteil des Nationalparks entsteht derzeit ein zweites, kleines Besucherinformationszentrum mit einer 80 Quadratmeter großen Ausstellung. Hier wird die Beziehung der Menschen in der Region zu ihrem Wald gezeigt werden.

Aussichtsturm und Brücke der Wildnis am Nationalparkzentrum Ruhestein
Aussichtsturm und Brücke der Wildnis am Nationalparkzentrum Ruhestein
Foto: © Daniel Müller (Nationalpark Schwarzwald)

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Die Zukunft des Nationalparks Schwarzwald

Die Erfolgsgeschichte des Nationalparks setzt sich fort. Die Landesregierung plant eine inhaltliche und räumliche Erweiterung. Ergebnisse eines umfassenden Beteiligungsprozesses, Empfehlungen eines Bürgerforums und des Nationalparkrates fließen in die Planungen ein. Die Zusammenführung der bisher geteilten Gebiete des Nationalparks Schwarzwald steht bevor und wird neue Möglichkeiten für den Naturschutz eröffnen.

Das Jubiläum des Nationalparks Schwarzwald ist nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch Anlass, die Bedeutung von Naturschutz und Biodiversität zu würdigen. Der Nationalpark bleibt ein Ort des Staunens, des Entdeckens und des Schutzes für zukünftige Generationen. Mehr Infos gibt es unter www.nationalpark-schwarzwald.de

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