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Sagenhafte Alb

Auf den Spuren der Württemberger Täler: Eine 273 Kilometer lange Radreise durch das Herz Süddeutschlands

Felsskulpturen wie die Steinernen Jungfrauen ragen im Eselsburger Tal in den Himmel.
Foto: Anna Monterroso Carneiro

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Baden-Württemberg ist reich an kulturellen Schätzen und natürlicher Schönheit und der noch recht junge Tälerradweg bietet eine frische Perspektive auf diese idyllische Region. 2023 Entstanden aus der Verschmelzung des Hohenlohe-Ostalb- und des Alb-Neckar-Radwegs, schlängelt sich diese Route über 273 Kilometer durch die malerische Landschaft der Schwäbischen Alb.

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Von Crailsheim bis Schwäbisch Gmünd führt der Weg Radbegeisterte durch zwölf Täler und vorbei an berühmten Flüssen wie Kocher, Jagst, Brenz, Rems und Donau. Dieser Artikel entführt Sie auf eine Reise entlang des Württemberger Tälerradwegs, zeigt Ihnen verborgene Juwelen der Region und erzählt die Geschichten, die sich hinter den Felsformationen und Flussläufen verbergen.

Geheimnisvolle Orte und sagenhafte Begegnungen

Ein Highlight der Tour sind die Steinernen Jungfrauen – zwei markante Felsformationen, die durch jahrmillionenlange Erosionsprozesse entstanden sind. Laut lokaler Legenden sollen sie verzauberte Gestalten aus längst vergangenen Zeiten darstellen. Diese mystischen Orte geben dem Radweg einen Hauch von Magie und ziehen nicht nur Geologie-Begeisterte an. Solche Sagen verstärken das Erlebnis, in einer fast vergessenen Welt zu radeln, in der jede Kurve und jeder Hügel eine eigene Geschichte erzählt.

Auf den Spuren der Württemberger Täler: Eine 273 Kilometer lange Radreise durch das Herz Süddeutschlands Brenz Ursprung cTMterrosoCarneiro
Mit seinen Blauschattierungen hat der Brenz-Ursprung etwas mystisches und erinnert an den einige Kilometer weiter gelegenen Blautopf
Foto: TMBW / Anna Monterroso Carneiro

Flussgeschichten und Tüftler-Legenden

Der Württemberger Tälerradweg ist nicht nur eine Reise durch die Natur, sondern auch durch die Geschichte der menschlichen Erfindung und Kreativität. Entlang der Route begegnen Radfahrer Persönlichkeiten wie Margarete Steiff, die Erfinderin der weltberühmten Teddybären, und erleben die Wiege der deutschen Modelleisenbahnindustrie bei Märklin. Diese Geschichten verbinden die natürliche Schönheit der Alb mit den kreativen Leistungen der Menschen, die diese Region geprägt haben.

Besuch beim weltberühmten Teddybär aus Giengen an der Brenz. Margarete Steiff gründete hier 1880 ihre Stofftierfabrik
Besuch beim weltberühmten Teddybär aus Giengen an der Brenz. Margarete Steiff gründete hier 1880 ihre Stofftierfabrik
Foto: TMBW / Andreas Weise

Kulinarik und Kultur entlang des Weges

Die Region bietet nicht nur visuelle und historische Leckerbissen. Gastronomische Genüsse wie die traditionellen Linsen mit Spätzle oder Maultaschen warten in den vielen Gasthöfen entlang des Weges auf müde Radfahrer. Jede Etappe bietet zudem Gelegenheit, in lokalen Biergärten zu rasten und die schwäbische Gastfreundschaft zu genießen. Diese kulinarischen Pausen bieten Radfahrern die Möglichkeit, sich zu stärken und gleichzeitig in die lokale Kultur einzutauchen.

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Eine Tour in sechs Etappen

Unterteilt in sechs mittelschwere Etappen, verbindet dieser Weg historische Städte, malerische Landschaften und kulturelle Highlights. Hier ist ein Überblick über die einzelnen Etappen:

Etappe 1: Crailsheim bis Aalen

  • Länge: 53,90 km
  • Dauer: ca. 3:55 h
  • Auf-/Abstieg: 321 m / 298 m

Die Tour startet in Crailsheim und führt durch das idyllische Jagsttal bis nach Aalen. Unterwegs laden historische Sehenswürdigkeiten wie das Hohenloher Freilandmuseum zum Verweilen ein. In Aalen können Radfahrer in gemütlichen Gasthöfen einkehren und regionale Spezialitäten probieren. Übernachtungsmöglichkeiten bieten sich in den zahlreichen Hotels und Pensionen der Stadt.

Etappe 2: Aalen bis Giengen an der Brenz

  • Länge: 48,50 km
  • Dauer: ca. 3:45 h
  • Auf-/Abstieg: 61 m / 84 m

Diese Etappe verläuft entlang des malerischen Brenzflusses und bietet faszinierende Einblicke in die geologische Vielfalt der Region. In Giengen, bekannt für das Steiff Museum, endet die Etappe. Entlang der Strecke gibt es zahlreiche Möglichkeiten für eine gemütliche Rast in Cafés und Biergärten.

Von der Brenz erschaffen: Das Eselsburger Tal wurde von dem kleinen Flüsschen geformt
Von der Brenz erschaffen: Das Eselsburger Tal wurde von dem kleinen Flüsschen geformt
Foto: Anna Monterroso Carneiro

Etappe 3: Giengen an der Brenz bis Ulm

  • Länge: 46,60 km
  • Dauer: ca. 3:10 h
  • Auf-/Abstieg: 45 m / 32 m

Von Giengen führt die Route weiter nach Ulm, vorbei an beeindruckenden Naturwundern und durch ruhige Waldgebiete. Ulm empfängt die Radfahrer mit seinem berühmten Münster und der historischen Altstadt. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es hier in Hülle und Fülle, von Hotels bis zu gemütlichen Bed & Breakfasts.

Das Ulmer Münster mit dem "noch" höchsten Kirchturm der Welt.
Das Ulmer Münster mit dem „noch“ höchsten Kirchturm der Welt.
Foto: Johannes Glöggler, CC BY-SA.de

Etappe 4: Ulm bis Laichingen

  • Länge: 46,50 km
  • Dauer: ca. 3:35 h
  • Auf-/Abstieg: 369 m / 87 m

Diese anspruchsvollere Etappe führt die Radfahrer durch das hügelige Albvorland mit seinen typischen Karstlandschaften. Laichingen bietet als Etappenziel neben verschiedenen Gasthäusern auch die Möglichkeit, in einer der Höhlen der Region spannende Einblicke in die Erdgeschichte zu erhalten.

Etappe 5: Laichingen bis Bad Boll

  • Länge: 42,90 km
  • Dauer: ca. 3:05 h
  • Auf-/Abstieg: 369 m / 695 m

Die vorletzte Etappe führt weiter durch die Schwäbische Alb, bekannt für ihre einzigartigen geologischen Formationen und panoramischen Ausblicke. Bad Boll, mit seinen Thermalquellen, ist ein idealer Ort zum Entspannen nach einem langen Radtag.

Etappe 6: Bad Boll bis Schwäbisch Gmünd

  • Länge: 34,60 km
  • Dauer: ca. 2:30 h
  • Auf-/Abstieg: 142 m / 258 m

Die letzte Etappe des Württemberger Tälerradwegs ist relativ entspannt und führt die Radfahrer nach Schwäbisch Gmünd, einem kulturellen Zentrum der Region. Hier können Radfahrer die beeindruckenden Kirchen und den historischen Marktplatz erkunden, bevor sie ihre Tour abschließen.

Der Württemberger Tälerradweg ist eine Hommage an die Vielfalt Süddeutschlands. Er bietet eine einzigartige Kombination aus natürlicher Schönheit, lokaler Kultur und historischer Bedeutung. Diese Route ist nicht nur eine Radstrecke; sie ist ein lebendiges Museum unter freiem Himmel, das sowohl die Sinne als auch den Geist anregt. Egal ob Sie ein passionierter Radfahrer oder ein Kulturinteressierter sind, dieser Radweg verspricht ein unvergessliches Erlebnis, das die Essenz der deutschen Landschaft und Kultur einfängt.

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