Mehr Kosten für Stromer
Der Umstieg auf ein Elektroauto kostet nicht nur in der Anschaffung, sondern kann sich auch bei der Versicherung bemerkbar machen. Eine Analyse des Vergleichsportals Verivox, über die die Funke-Zeitungen berichten, offenbart, dass E-Autos bei rund der Hälfte der Vollkaskotarife teurer sind als ihre Pendants mit Verbrennungsmotor.
Die Prämien können dabei bis zu 44 Prozent höher ausfallen. Ein BMW X3 mit Elektroantrieb ist im Vollkaskoschutz beispielsweise bis zu 44 Prozent teurer als die Benzinvariante, obwohl beide Modelle in dieselben Typklassen fallen. Knapp die Hälfte aller wählbaren Tarife sind für das E-Modell kostspieliger.
Skoda Enyaq im Vergleich
Auch beim Skoda Enyaq zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Vollkaskoversicherung für den Elektro-SUV ist mitunter bis zu 18 Prozent teurer als für den typklassengleichen Benziner Kodiaq. 40 Prozent der Tarife für den Enyaq übersteigen die Kosten des Verbrennermodells, während nur 35 Prozent günstiger sind.
Analyse der Schadensdaten
Aljoscha Ziller, Geschäftsführer von Verivox, erklärt den Wandel: „Versicherer haben E-Autos lange Zeit per se günstiger bepreist als Benziner.“ Damals fehlten genügend Schadensdaten und die Versicherer wollten sich auf dem Wachstumsmarkt positionieren. Mittlerweile hätten Langzeitdaten jedoch gezeigt, dass Elektroautos zwar seltener Schäden verursachen, diese aber teurer ausfallen. Dies schlage sich besonders in der Vollkasko nieder.
Sparpotenzial vorhanden
Trotzdem sind nicht alle Tarife für E-Autos teuer. Einige Versicherer nutzen weiterhin niedrige Prämien, um Kunden zu gewinnen. Laut Modellrechnung können Fahrer von Elektrofahrzeugen je nach Modell und Tarif noch bis zu 23 Prozent sparen. Ziller rät daher: „E-Auto-Fahrer sollten Versicherungen gründlich vergleichen“. Wichtig sei neben dem Preis vor allem der Schutz des teuren Akkus, da die Tarife hier noch stark variieren.

