Kritik an Zögerlichkeit im Ukraine-Krieg

Grüne fordern mehr Europa-Druck auf Putin

Grüne fordern mehr Europa-Druck auf Putin
Foto: Im Ukraine-Krieg zerschossener Kleinbus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Nach vorläufigem Abschluss von Gesprächen zwischen Ukraine, Russland und den USA mehren sich kritische Stimmen aus der Politik. Die Grünen, vertreten durch ihre stellvertretende Fraktionsvorsitzende Agnieszka Brugger, fordern ein deutlich stärkeres europäisches Engagement zur Beendigung des Konflikts. Brugger bemängelt mangelnden Druck auf Moskau und zu wenig Unterstützung für Kiew.

Mehr Druck auf Putin gefordert

Die Grünen sehen hier deutlichen Nachholbedarf in Deutschland und Europa. Mehr Unterstützung für die Ukraine, aber auch harte Sicherheitsgarantien – das sind die Forderungen, die Agnieszka Brugger, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, laut der ‚Rheinischen Post‘ erhebt. Sie kritisiert, dass die Bundesregierung und andere europäische Staaten in dieser Angelegenheit “immer noch viel zu zögerlich” agieren würden.

Die Konsequenz aus dieser Zurückhaltung sei, dass man weder international ernst genommen werde, noch die eigene Sicherheit ausreichend schütze. In einem Seitenhieb auf die politische Konkurrenz merkte Brugger an, Friedrich Merz erinnere sie – nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern – immer mehr an Bundeskanzler Olaf Scholz.

Gespräche in Abu Dhabi ohne Fortschritt

Die kürzlich in Abu Dhabi stattgefundenen Gespräche zur Beendigung des Krieges in der Ukraine bewertet die Politikerin zurückhaltend. „In der Substanz hat sich mit diesen Gesprächen vorerst nichts bewegt“, sagte sie. Die Realität vor Ort sieht Brugger mit wachsender Grausamkeit russischer Luftangriffe konfrontiert, die darauf abzielen, Kälte und Terror zu verbreiten. „So handelt niemand, der verhandeln will“, bemängelt Brugger und schließt daraus, dass es mit einem echten Friedenswillen auf russischer Seite schwierig aussehe.