Strömung reißt sechs Personen mi

Dramatische Rettung bei Grißheim: Familien geraten im Rhein in Strudel – Vater rettet Sohn, Helfer verhindert schlimmeres Unglück

Ein Polizeifahrzeug der deutschen Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht, aufgenommen von vorne bei Abenddämmerung. Im Fahrzeug sind zwei Polizisten erkennbar, während ein leuchtendes Display mit der Schrift "POLIZEI" hinter der Windschutzscheibe sichtbar ist.
Foto: Foto: Polizei BW

Grißheim (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) – Es hätte tragisch enden können: Am Sonntagnachmittag (13. Juli 2025) gerieten zwei Väter und ihre vier Kinder beim Baden am Rhein in einen gefährlichen Strudel – und konnten sich zunächst nicht selbst retten.

Gegen 16 Uhr ging die Gruppe bei der ehemaligen Nato-Rampe bei Grißheim ins Wasser. Was als harmloser Badeausflug begann, entwickelte sich plötzlich zur lebensbedrohlichen Situation: Alle sechs Personen wurden vom Sog eines Strudels erfasst und konnten sich nicht mehr eigenständig befreien.

Ein Vater rettet mit letzter Kraft

Einem der beiden Väter gelang es, sich mit enormer Anstrengung selbst und seinen achtjährigen Sohn an Land zu bringen. Er musste wegen starker Ermüdung in eine Klinik eingeliefert werden, konnte jedoch am selben Abend wieder entlassen werden.

Ein unbekannter Held bringt Rettungswesten

Die entscheidende Wende brachte ein Mann, der in der Nähe die Situation beobachtete. Geistesgegenwärtig lief er zu einem Kanuverleih, organisierte Rettungswesten – und sprang selbst ins Wasser, um zu helfen. Dank seiner Hilfe und dem beherzten Einsatz mehrerer Personen konnten schließlich alle sechs Badegäste unverletzt an Land gebracht werden.

Polizei warnt: Rhein bleibt gefährlich

Die Wasserschutzpolizei mahnt zur Vorsicht: Der Rhein sei trügerisch gefährlich, Strömungen und Strudel seien oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Beim Baden sollten stets Schwimmhilfen getragen werden, die zu den eigenen Fähigkeiten passen – etwa Schwimmgurte, -flügel oder Bojen.