Fast jeder vierte Haushalt hat deutsche Wurzeln
Die Ergebnisse des Mikrozensus 2024 zeichnen ein klares Bild: 77 Prozent der Bevölkerung in privaten Haushalten sprachen im vergangenen Jahr zu Hause ausschließlich Deutsch. Dies unterstreicht die zentrale Rolle der deutschen Sprache im alltäglichen Leben.
Mehrsprachigkeit als Normalfall
Darüber hinaus gab es eine beachtliche Gruppe von 17 Prozent, die mehrsprachig ist. Sie nutzen neben Deutsch mindestens eine weitere Sprache. Innerhalb dieser Gruppe hat sich die Lage weiter diversifiziert. Für gut ein Viertel dieser Mehrsprachigen war Deutsch die Hauptsprache im eigenen Zuhause. Knapp drei Viertel unter ihnen verständigten sich jedoch überwiegend in einer anderen Sprache.
Für weitere 6 Prozent der Bevölkerung war Deutsch zu Hause gar keine Option. Sie sprachen ausschließlich eine oder mehrere andere Sprachen. Das entspricht immerhin 15,5 Millionen Menschen, die zu Hause vorwiegend oder ausschließlich andere Sprachen als Deutsch nutzten.
Türkisch und Russisch vorn
Unter den nicht-deutschen Sprachen nimmt Türkisch mit 14 Prozent die Spitzenposition ein, gefolgt von Russisch (12 Prozent) und Arabisch (9 Prozent). Diese Sprachen werden hierzulande vergleichsweise häufig in den eigenen vier Wänden gesprochen. Diese Zahlen spiegeln die komplexe sprachliche Landschaft Deutschlands wider.
Menschen mit Einwanderungsgeschichte sprechen oft Deutsch
Auch bei Menschen mit Einwanderungsgeschichte zeigt sich eine starke Bindung an die deutsche Sprache. Von den 21,4 Millionen Menschen dieser Gruppe kommunizierten immerhin 22 Prozent ausschließlich auf Deutsch. Eine klare Mehrheit von 55 Prozent nutzt Deutsch in Verbindung mit mindestens einer weiteren Sprache. Hierbei sprachen 22 Prozent der Einwanderer vorwiegend Deutsch im Haushalt, wogegen 78 Prozent andere Sprachen bevorzugten. Bemerkenswert ist, dass 23 Prozent der Menschen mit Einwanderungsgeschichte zu Hause gar kein Deutsch gesprochen haben.



