Bodycams ab 2026 im Einsatz
Die Deutsche Bahn will ihr Sicherheitspersonal künftig besser schützen. Bahn-Chefin Evelyn Palla hat angekündigt, dass alle Mitarbeiter, die direkten Kundenkontakt haben – sowohl im Regional- als auch im Fernverkehr sowie auf Bahnhöfen –, ab 2026 mit Bodycams ausgestattet werden sollen. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, Übergriffe zu verhindern und im Ernstfall für Aufklärung zu sorgen.
Über die reine Videoaufzeichnung hinaus prüft die Bahn intensiv die Möglichkeit, die Bodycams auch für Tonaufnahmen zu nutzen. Laut Palla ist dies für die Prävention und die strafrechtliche Aufklärung von Vorfällen von entscheidender Bedeutung.
Zusätzlicher Personaleinsatz und verbesserte Ausrüstung
Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, plant die Bahn die Einstellung von 200 zusätzlichen Sicherheitskräften. Gleichzeitig soll die Ausrüstung des bestehenden Sicherheitsdienstes auf den Prüfstand gestellt und gegebenenfalls verbessert werden. Für Mitarbeiter im laufenden Bahnbetrieb wird zudem die Einführung eines Notfallknopfes angestrebt, um im akuten Gefahrenfall schnell Hilfe rufen zu können.
Weniger Eskalation durch weniger Ausweiskontrollen?
Eine weitere Neuerung betrifft die Ticketkontrollen im Regionalverkehr. Ab dem 1. März sollen die verpflichtenden Ausweiskontrollen bei der Fahrpreisüberprüfung entfallen. Palla erklärte, dass gerade diese Kontrollen häufig zu gefährlichen Auseinandersetzungen eskalieren. Künftig liegt es im Ermessen des kontrollierenden Mitarbeiters, ob eine Ausweiskontrolle durchgeführt wird oder nicht.



