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Schutz der Geckos

Der Gecko: Zootier des Jahres 2024

Goldstaub-Taggecko in der Wilhelma
Foto: Wilhelma Stuttgart / Birger Meierjohann

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Die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) hat gesprochen, und das Zootier des Jahres 2024 ist der bescheidene Gecko. Das mag auf den ersten Blick überraschend erscheinen, aber dieser faszinierende kleine Reptilienfreund hat viel mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick erkennen mag.

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Geckos in der Wilhelma in Stuttgart

Auch die Wilhelma in Stuttgart zeigt stolz vier verschiedene Gecko-Arten. Der Goldstaub-Taggecko von den Komoren, der Weißpunkt-Mauergecko aus dem Mittelmeerraum, die Bambusphelsume aus Madagaskar und der Tokee aus Asien verblüffen die Besucher nicht nur durch ihre Fähigkeit, senkrechte Wände hinaufzuklettern, sondern auch durch ihre ausgezeichnete Tarnung. Ein Spaziergang durch die Wilhelma bietet die Gelegenheit, diese faszinierenden Reptilien in ihrer natürlichen Umgebung zu bewundern.

Die Rolle der Wilhelma im Schutz der Geckos

Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin, der gleichzeitig Mitglied im Vorstand der ZGAP ist, erklärt: „In der Wilhelma zeigen wir vier Gecko-Arten: Den Goldstaub-Taggecko von den Komoren, den Weißpunkt-Mauergecko aus dem Mittelmeerraum, die Bambusphelsume aus Madagaskar und den in großen Teilen Asiens vorkommenden Tokee. Die charmanten Reptilien verblüffen unsere Besucher*innen nicht nur dadurch, wie sie mit ihren Lamellen an den Füßen sogar senkrechte Wände emporklettern, sondern auch durch ihre gute Tarnung. Oft muss man mehr als einmal hinschauen, bis man die flinken Tiere entdeckt“.

Ein Hüter der Artenvielfalt

Der Gecko wird nicht nur aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften und faszinierenden Verhaltensweisen geehrt, sondern auch wegen seiner Rolle im Erhalt der Artenvielfalt. In einigen Herkunftsländern werden Geckos leider fälschlicherweise als Heilmittel betrachtet und zu Pulver verarbeitet oder als Tee aufgebrüht, obwohl es keinerlei wissenschaftliche Beweise für medizinische Vorteile gibt. Dieser Aberglaube und weitere Bedrohungen wie Lebensraumverlust, Klimawandel und die übermäßige Sammlung für den Heimtierhandel bedrohen die Populationen der Geckos weltweit.

Bambusphelsume in der Wilhelma
Bambusphelsume in der Wilhelma
Foto: Wilhelma Stuttgart / Birger Meierjohann

Die Rolle der Zoos im Schutz der Geckos

Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Sabine Riewenherm, betont die entscheidende Rolle der Zoos im Schutz der Geckos. Die Verknüpfung von Maßnahmen vor Ort und in der Haltung hat sich als äußerst effektiv erwiesen. Zoologische Gärten wie die Wilhelma tragen dazu bei, bedrohte Arten zu erhalten und zu schützen.

Aktive Schutzmaßnahmen

Mit den Geldern aus der Kampagne werden Schutzmaßnahmen für verschiedene Geckoarten in Vietnam und Tansania finanziert. In Vietnam werden neue Erhaltungszuchtstationen errichtet und bestehende Haltungen erweitert. Die Kampagnengelder unterstützen auch die Ausweisung eines neuen Schutzgebiets in Tansania, um den Lebensraum der Himmelblauen Zwergtaggeckos zu vergrößern und getrennte Geckopopulationen wieder zusammenzubringen.

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Geckos: Klein, aber bemerkenswert

Geckos sind vielleicht klein, aber sie spielen eine große Rolle im Erhalt der Artenvielfalt. Ihre Einzigartigkeit und Faszination machen sie zu einem verdienten Zootier des Jahres 2024. Es ist an der Zeit, dieses faszinierende Wesen zu schätzen und sich für seinen Schutz und Erhalt einzusetzen. Zoos wie die Wilhelma in Stuttgart und ihre Bemühungen tragen dazu bei, diese erstaunlichen Kreaturen für zukünftige Generationen zu bewahren.

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